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Marktbericht : Dax rückt weiter auf 10.000-Punkte-Marke vor

  • Aktualisiert am

Der Dax hat die 10.000 Punkte ins Visier genommen. Bild: REUTERS

Der Dax steigt und steigt, die 10.000 Punkte sind nicht mehr weit. Den wichtigsten Grund für die Rally sehen Börsianer in der Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB.

          Der Dax hat sich am Dienstag weiter der Marke von 10.000 Punkten genähert. Mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 9940,8 Punkte schloss der deutsche Leitindex zu hoch wie nie zuvor. Im Handelsverlauf war der Index auf eine Bestmarke von 9951,9 Punkten gestiegen. Für den M-Dax ging es am Ende um 0,7 Prozent auf 16.917,9 Punkte nach oben. Der Tec-Dax gewann 0,6 Prozent auf 1285,7 Punkte.

          Den wichtigsten Grund für die Rally sehen Börsianer in der Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Zudem scheine die Krise in der Ukraine aus den Köpfen der Anleger verschwunden zu sein, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Auch die Konjunktur bereite keine allzu großen Sorgen. So waren in den Vereinigten Staaten die Auftragseingänge für langlebige Güter bei den Unternehmen überraschend gestiegen. Zudem hatte sich die Stimmung der Verbraucher wie erwartet aufgehellt.

          An der Dax-Spitze verteuerten sich die Aktien von Infineon nach einem Analystenkommentar um 3,1 Prozent. Henkel-Aktien stiegen um etwas mehr als ein Prozent. Auch hier stimmte eine Expertenmeinung die Anleger zuversichtlich. Bei Siemens sorgten Presseberichte für Gesprächsstoff. Demnach prüft der Industriekonzern weiter die Alstom-Bücher und dürfte für die von General Electric (GE) ins Visier genommene Energie-Sparte der Franzosen weniger bieten als vom amerikanischen Wettbewerber und von Alstom erhofft. Börsianer hatten zuletzt befürchtet, dass Siemens zu viel Geld bezahlen könnte. Die Titel der Münchener schlossen dennoch 0,1 Prozent tiefer.

          Nordex setzt Aufwärtstrend fort

          Evonik-Aktien rückten im Index der mittelgroßen Werte um mehr als 4 Prozent vor. Ein Händler verwies auf weiter anziehende Preise für Methionin. Der Spezialchemiekonzern sei relativ abhängig von der Preisentwicklung der Aminosäure. Im Tec-Dax setzten die Anteilsscheine von Nordex ihren jüngsten Aufwärtstrend mit einem Plus von 5,3 Prozent fort. Auch die wichtigsten europäischen Aktienindizes rückten weiter vor.

          Der Euro Stoxx 50 stieg um 0,1 Prozent auf 3244,3 Punkte. Der CAC 40 in Paris stieg um 0,1 Prozent und der Londoner FTSE 100 legte um fast ein halbes Prozent zu. Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere im Vergleich zum Vortag von 1,13 auf 1,12 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 135,83 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 146,39 Punkte. Der Kurs des Euro fiel auf 1,3615 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3638 (Montag: 1,3635) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7332 (0,7334) Euro.

          An der Wall Street zogen die Kurse ebenfalls weiter an. Die amerikanischen Börsen hatten am Vortag feiertagsbedingt geschlossen, als der Dax 1,3 Prozent zugelegt hatte. In den Vereinigten Staaten gilt neben der lockeren Geldpolitik die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung als Hauptgrund für die steigenden Kurse. Dies trieb den S&P500-Index in der Spitze um 0,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 1911,6 Punkte. Der Dow-Jones-Index lag zum Handelsschluss in Europa 0,4 Prozent im Plus.

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