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Marktbericht : Dax dümpelt vor sich hin

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Börse in Frankfurt Bild: dpa

Wie gewonnen, so zerronnen - das ist derzeit die Devise im Dax. Nachdem der Index am Morgen noch Anlauf auf die markante 9000er-Marke genommen hatte, schwenkte er binnen weniger Minuten um und lag zwischenzeitlich sogar leicht im Minus.

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          Wenige Tage vor der Veröffentlichung des EZB-Bankenstresstests nimmt die Nervosität der Anleger zu. Unter Druck geriet am Mittwoch vor allem der Euro, der knapp unter die Marke von 1,27 Dollar rutschte. Für Unruhe sorgte ein Bericht der spanischen Nachrichtenagentur EFE, wonach mindestens elf Banken aus sechs Euro-Ländern den seit Monaten laufenden Fitnesscheck der Aufseher nicht bestanden haben. Der Dax rutschte mit 8861 Zählern zeitweise 0,3 Prozent ins Minus.

          EFE zufolge dürften drei griechische, drei italienische, zwei österreichische, eine zyprische, eine portugiesische und womöglich eine belgische Bank den Test nicht erfolgreich absolviert haben. Insgesamt wurden 130 Institute, darunter 24 aus Deutschland, auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse sollen am Sonntag bekannt gegeben werden.

          Belastet wurden die Märkte auch durch wieder etwas gedämpfte Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik. Das belgische EZB-Ratsmitglied Luc Coene betonte, dass es keine konkreten Pläne zum Ankauf von Unternehmensanleihen gebe. „Es liegt kein konkreter Vorschlag auf dem Tisch“, sagte er. Wie mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten, bereiten die Notenbanker um Präsident Mario Draghi hinter den Kulissen den Kauf von Unternehmensanleihen vor. In Erwartung weiterer EZB-Hilfen hatte der Dax am Dienstag 1,9 Prozent gewonnen.

          Für Bewegung unter den Einzelwerten sorgten die Bilanzen zahlreicher Unternehmen. Infineon profitierten von positiv aufgenommenen Quartalszahlen des amerikanischen Chipherstellers Broadcom. Die Aktien legten 1,3 Prozent zu. Sowohl Umsatz als auch Gewinn von Broadcom lagen im dritten Quartal über den Markterwartungen. Die Aktien des Konzerns kletterten um rund fünf Prozent. Im TecDax ragten Stratec Biomedical mit einem Plus von zeitweise fünf Prozent heraus. Der Biotechzulieferer baute im dritten Quartal seinen Betriebsgewinn um gut 47 Prozent auf 6,8 Millionen Euro aus. Analysten hatten im Schnitt mit 5,78 Millionen Euro gerechnet. „Stratec hat starke Q3-Ergebnisse geliefert,“ lobte DZ-Bank Analyst Sven Kürten.

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