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Logistik : Aktie von Grindrod günstig bewertet im Aufwärtstrend

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Matola Kohleterminal Bild: Grindrod Limited

Kursgewinne satt konnten in den vergangenen Jahren die Aktionäre der südafrikanischen Holding Grindrod Limited verbuchen. Das Logistigkunternehmen verbucht deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen, die Aktie sieht günstig aus.

          Kursgewinne satt konnten in den vergangenen Jahren die Aktionäre der südafrikanischen Holding Grindrod Limited verbuchen. Ausgehend von 124 Cent im Juli des Jahres 2003 konnte das Papier einen sagenhaften Aufwärtstrend etablieren und inzwischen satte 1.270 Prozent auf zuletzt 1.700 Cent zulegen.

          Der Trend zeigt nicht nur weiterhin nach oben, sondern er scheint auch gut fundiert zu sein. Denn das Unternehmen, das in Südafrika seit mehr als 100 Jahren Erfahrungen mit dem Transport von Gütern - also in der Logistik - hat, konnte insbesondere in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn je Aktie massiv steigern.

          Deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen

          Im Jahr 2005 legte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um 150 Prozent auf 7,45 Milliarden Rand zu, der Gewinn je Aktie stieg in der Periode um 52,6 Prozent auf 1,853 Rand, nachdem er im Jahr zuvor um knapp 412 Prozent zugelegt hatte.

          Das vergangene Jahr scheint beinahe noch fulminanter verlaufen zu sein. Denn in der ersten Hälfte des Jahres konnte der Umsatz bis Ende Juni im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 145 Prozent auf 4,96 Milliarden Rand gesteigert werden, der Gewinn je Aktie stieg auf verwässerter Basis um knapp 17 Prozent auf 98,7 Cent je Aktie. Die Zwischendividende wurde um 40 Prozent erhöht auf 28 Cent je Aktie.

          Das Unternehmen blickt anhaltend optimistisch in die Zukunft. Es teilte vor wenigen Tagen mit, die Raten für den Transport von Kohle, Eisenerz und anderen Rohstoffen blieben hoch. Denn die Nachfrage aus China sei nach wie vor stark und Schiffswerften kämen kaum nach, die Nachfrage nach entsprechenden Schiffen bedienen zu können. Sie konzentrierten sich auf den Bau von Öltankern und hinterließen aus diesem Grund einen Mangel an Schiffen, die für den Transport von Schüttgütern nötig wären. Unternehmenschef Alan Olivier sagte, die Werften seien erst ab dem Jahr 2010 in der Lage, gegen die Engpässe anzuarbeiten. Das heißt, dieser würden kurzfristig nicht verschwinden.

          Ferner geht Olivier davon aus, im laufenden Jahr die Exporte von Kohle und Eisenerzen im laufenden Jahr über den eigenen Hafen in Mosambik (Maputo) um die Hälfte steigern zu können, da die Grenze zwischen den beiden Staaten länger geöffnet werde und das Bahnmonopol Spoorent mehr in die Strecken und in das Rollmaterial investieren werde.

          Aktie im Moment günstig bewertet - Restrisiko: Anhaltende Korrektur am Rohstoffmarkt

          Auch der zweitwichtigste Hafen neben Richards Bay in Südafrika, jener in Matola, könne ohne weitere Investitionen problemlos mehr als das Doppelte des bisherigen Güterverkehrs verkraften. Mit weiteren Investitionen ließen sich die Kapazitäten sogar von bisher 1,15 Millionen Tonnen auf bis zu sechs Millionen Tonnen aufstocken. Das Unternehmen ist unter anderem mit dem brasilianischen Rohstoffunternehmen CVRD im Gespräch, den Kohletransport zu übernehmen. CVRD führt gegenwärtig Machbarkeitsstudien für die Moatize-Mine im Norden des Landes durch.

          Neben den Frachtlinien und Hafenanlagen betreibt und betreut das Unternehmen weitere Logistikanbieter, sei es zu Lande, zu Wasser oder in der Luft und bietet auch alle damit verbundenen Finanzdienstleistungen an.

          Insgesamt dürfte die Aktie des Unternehmens bei anhaltender weltwirtschaftlicher Expansion und der entsprechenden Nachfrage nach Rohstoffen weiteres Kurspotential haben. Immerhin sieht das Unternehmen nicht nur weitere Wachstumschancen, sondern mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 7,6 und 6,4 für das vergangene und das laufende Geschäftsjahr und mit einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent ist sie zumindest optisch noch sehr günstig bewertet. Sie dürfte vor allem nach einer denkbaren Zwischenkorrektur an den Börsen gewisse Reize bieten.

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