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Laserhersteller : Wavelight übertrifft eigene Planungen

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Der Medizinlaser-Hersteller hat seine Planzahlen erneut übertroffen. Auf dem derzeitigen Niveau erscheint die Aktie attraktiv.

          Wavelight sendet am Mittwoch gleißendes Licht aus: Der Medizinlaser-Hersteller hat seine eigenen Prognosen zum zweiten Quartal übertroffen und seinen operativen Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/2002 fast verdoppelt. Die Aktie reagiert in einem schwachen Marktumfeld bis 11.00 Uhr mit einem Plus von 0,88 Prozent auf 11,45 Euro.

          Der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lagen im zweiten Quartal (bis 31.1.) mit 9,46 und 0,6 Millionen Euro über den Planzahlen von 8,5 respektive 0,5 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr ist das Ebit damit auf gut eine Million Euro von 530.000 Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Umsatz hat um 54 Prozent auf 17,66 Millionen Euro zugelegt.

          Intakte Wachstumsstory

          Für das zum 31. Juli 2002 endende Geschäftsjahr plant Wavelight weiter einen Umsatz von 33 (Vorjahr: 22,4) und ein Ebit von 2,4 (1,2) Millionen Euro.

          Nach Schätzungen von HSBC Trinkaus soll der Umsatz bis 2006 rund 24 Prozent jährlich wachsen. Der wichtigste treibende Faktor für das über dem Branchenschnitt liegende Unternehmenswachstum ist die Vertriebskooperation mit dem weltgrößten Laserhersteller Lumenis.

          Das wichtigste Produkt wiederum ist das Lasersystem „Allegretto Wave“, dessen US-Zulassung Experten im Laufe des Jahres erwarten. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Wavelight nach fünf Jahren Unternehmensgeschichte mit einer Million Euro Gewinn den Break-Even erreicht. Dabei erzielte der Geschäftsbereich Ästhetik 19 Prozent des Umsatzes, 53 Prozent wurden in der Opthalmologie erzielt. Der Bereich der Industrielaser kam auf 17,5 Prozent Umsatzanteil. Besonders die Ophthalmologie (also primär die Korrektur von Fehlsichtigkeit) wächst wegen Allegretto dynamisch.

          Spezifische Risiken

          Damit zeigt sich aber, dass der Wachstumspfad entscheidend von der Vertriebskooperation mit Lumenis einerseits und dem Markterfolg eines Hauptprodukts andererseits abhängt. Diese für die junge Branche typischen Risiken, der Vertriebs- und Produktabhängigkeit, spiegelt sich auch bisherigen Kursverlauf wider. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 38 Millionen Euro ist der Titel zudem für institutionelle Anleger uninteressant.

          Bei rund zehn Euro hat die Aktie aber eine relativ starke Unterstützung etabliert, welche der Titel im Februar nochmals erfolgreich getestet hat. Auf Basis der von I/B/E/S gesammelten Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ergeben sich Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 23,1 und zwölf. Bleiben Enttäuschungen aus, hätte die Aktie von diesem Niveau noch deutliches Aufwärtspotenzial und eignet sich daher als spekulative Beimischung.

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