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Kurz vor Toresschluss : Finanzinvestoren fehlen noch viele Stada-Aktien

Im Fokus von Finanzinvestoren: Stada in Bad Vilbel Bild: Marcus Kaufhold

Finanzinvestoren wollen Stada in Bad Vilbel übernehmen. 63 Prozent der Aktien brauchen sie - zuletzt verfügten sie aber nicht annähernd über diese Quote. Trotz des Werbens des Beirats. Die Aktie verliert.

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          Stada-Interimschef Engelbert Willink hat sich per Aktionärsbrief für die Übernahme des Arzneimittelherstellers durch zwei Finanzinvestoren eingesetzt – wie gewünscht hat sein Vorstoß aber nicht gefruchtet. Nun probiert es kurz vor Toresschluss der Beirat des Konzerns aus Bad Vilbel mit einem Appell an die Anteilseigner. Denn die geplante Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven könnte abermals scheitern. Wie die von Bain und Cinven gegründete Übernahmegesellschaft Nidda Healthcare Holding mitteilte, sind ihr bis Dienstagabend (18 Uhr) erst knapp 46 Prozent der Stada-Aktien angedient worden. 63 Prozent wollen die Finanzinvestoren aber erreichen – und zwar bis heute Punkt Mitternacht.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Stada-Aktie verliert angesichts dessen bis zum Mittag etwa ein Prozent und liegt mehr als einen Euro unter dem Übernahmepreis. Sie rangiert aktuell am Ende des MDax, in dem sie gelistet ist.

          „Finanzstarke und verlässliche Partner“

          Ende der Woche könnte feststehen, ob sie anders als im Juli die neuen Mehrheitseigentümer des Herstellers von Nachahmermedikamenten und anderen Gesundheitsprodukten sind. Vor allem Privatanleger, darunter viele Apotheker und Ärzte, haben sich bisher geziert, ihre Anteile abzutreten und im Gegenzug die von Bain und Cinven gebotenen 65,53 Euro zuzüglich 72 Cent Dividende je Aktie einzustreichen. Mit einem gestern online veröffentlichten Schreiben springen Beiratsvorsitzender Thomas Meyer, ein Apotheker, und sein Vize Frank Leu, ein Arzt, den Investoren zur Seite.

          Sie haben sich nach eigenem Bekunden in Gesprächen mit dem von ihnen beratenen Vorstand sowie Bain und Cinven davon überzeugt, „dass es sich bei den Bietern um finanzstarke und verlässliche Partner“ handele. Mit ihnen werde Stada sein 125. Jubiläum 2020 „als ein noch stärkeres Unternehmen begehen“. Die Stada-Aktie stieg daraufhin, blieb aber unter dem Übernahmepreis.

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