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Kurssturz : Der Facebook-Kurs fällt um knapp 12 Prozent

  • Aktualisiert am

Nach dem Börsengang hat der Kurs der Facebook-Aktie nicht den erwünschten Höhenflug hingelegt. Bild: dapd

Am Freitag ist Facebook an die Börse gegangen. Nach dem enttäuschenden Debüt auf dem amerikanischen Parkett geht es nicht viel besser weiter. An der Nasdaq stürzt der Kurs der Facebook-Aktie um knapp 12 Prozent ab.

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          Nach dem enttäuschenden Marktdebüt muss sich Facebook nun im harten Börsenalltag behaupten. Im Frankfurter Handel stürzten die Aktien des weltweit größten sozialen Internet-Netzwerks am Montag um über 11 Prozent ab und gingen mit 26,8 Euro aus dem Handel. Sie waren am Morgen mit 30,1 Euro gestartet.

          Bild: F.A.Z.

          Auch an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gehen die Kurse der Facebook-Aktie im Handelsverlauf in den Keller: Die Titel verlieren knapp 12 Prozent auf 33,8 Dollar. Am ersten Handelstag waren sie am Freitag mit 38,23 Dollar nicht weit über dem Ausgabepreis von 38 Dollar aus dem Handel gegangen.

          Bild: F.A.Z.

          Marktteilnehmern zufolge verhinderte die Bank Morgan Stanley, die die Erstemission (IPO) führend begleitete, mit massiven Stützungskäufen, dass die Titel am Freitag im Minus schlossen. Börsianer gehen davon aus, dass die Facebook-Papiere unter den Emissionspreis rutschen werden, sobald der Konsortialführer die Schützenhilfe beendet. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie unter 38 Dollar fallen, besonders wenn sich das gesamte Marktumfeld verschlechtert“, sagte Mohannad Aama von Beam Capital Management in New York. „Morgan Stanley wird den Kurs von 38 Dollar weiter verteidigen, aber diese Unterstützung ist nicht endlos.“

          Nasdaq will IPO-System überarbeiten

          Überschattet wurde das Handelsdebüt von technischen Pannen. Investoren und Broker blieben stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge. Nach Einschätzung von Investoren trug dies dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet. Analysten verwiesen zudem auf das hohe Emissionsvolumen sowie auf Zweifel am Geschäftsmodell. Einige Marktexperten hatten Aufschläge von 50 Prozent bei dem weltgrößten Börsengang eines Internet-Unternehmens vorhergesagt.

          Die amerikanische Börsenaufsicht leitete nach Handelsschluss eine Untersuchung der Vorgänge ein. Laut „Wall Street Journal“ kündigte Nasdaq-Chef Robert Greifeld eine Überarbeitung der IPO-Systeme an. Er räumte demnach in einer Telefonkonferenz Probleme beim Abwickeln von Aktien-Orders ein. Greifeld habe allerdings deutlich gemacht, dass es vor dem spektakulären Börsengang intensive Tests gegeben habe, ohne dass das Problem aufgetreten sei.

          Xing und Linkedin leiden mit

          Auch Aktien des beruflichen Online-Netzwerks Xing geben gegen Montagmittag im Tec-Dax 1,7 Prozent ab auf 44,7 Euro. Die Papiere von Xing leiden laut Händlern unter der verflogenen Euphorie nach dem wackeligen Börsengang von Facebook am Freitag. Die Titel des direkten Xing-Konkurrenten Linkedin waren am Freitag an der Nasdaq sogar um 5,6 Prozent abgerutscht, was Xing nun zusätzlich belaste.

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