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Konsum/Mode : Esprit-Aktie strebt weiter nach oben

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Bild: FAZ.NET

„The sky's the limit“ scheint das Motto für die Aktie des internationalen Modeunternehmens Esprit Holdings zu sein. Das Unternehmen wächst weiterhin deutlich und profitabel. Der Trend der Aktie zeigt unbeirrt nach oben.

          „The sky's the limit“ scheint als Motto für die Aktie des internationalen Modeunternehmens Esprit Holdings zu gelten. Das Papier hat in den vergangenen Jahren unbeeindruckt von allen Wirren der Baisse einen Aufwärtstrend etabliert, der nicht nur zu exzellenten Kursgewinnen führte, sondern der nach wie vor intakt ist.

          Diese Kursentwicklung dürfte angesichts der fundamentalen Daten kaum verwundern. Denn das Unternehmen steigert schon seit Jahren sowohl Umsatz als auch Gewinn mit deutlichen Raten. Das zeigte sich wieder einmal an den vor wenigen Tagen vorgelegten Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr. Danach konnte der Umsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode nach IFRS um 26,1 Prozent auf 20,632 Milliarden Hongkong-Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn verbesserte sich sogar um 66,6 Prozent auf 3,34 Milliarden Dollar oder 2,79 Dollar je Aktie in lokaler Währung. Der Netto-Cashflow stieg um 37,1 Prozent auf 2,72 Milliarden Hongkong-Dollar. Das Unternehmen hat so gut wie keine Schulden.

          Deutliches Wachstum bei zunehmender Profitabilität

          Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Denn das Unternehmen konnte in der vergangenen Geschäftsperiode nicht nur das Geschäft ausweiten, sondern gleichzeitig auch die Profitabilität verbessern. Die Nettoertragsmarge lag bei 16,2 und die Eigenkapitalrentabilität bei über 50 Prozent. Auf dieser Basis dürfte kaum verwundern, daß das Management eine Gesamtdividende von 1,8 Milliarden Hongkong-Dollar vorschlägt. Neben der finalen Dividende von 66 Cents soll auch eine Sonderdividende in Höhe von 84 Cents ausgeschüttet werden.

          Das Unternehmen erzielt nicht nur den größten Teil seines Umsatzes in Europa, sondern ist in diesem Markt trotz des verhaltenen Konsumklimas mit einem Umsatzplus von 28,1 Prozent auch am stärksten gewachsen. Die Wachstumsraten lagen in Asien bei 20,7 Prozent, in Amerika bei 18,8 und in Australasien bei 6,1 Prozent. Es befindet sich nicht nur regional auf dem Expansionspfad, sondern hat auch die Umschlagshäufigkeit seines Angebots erhöht und höherpreisige und -wertige Produkte zu seiner Palette hinzugefügt.

          Diese Entwicklung ist phänomenal in einem Markt, der äußerst wettbewerbsintensiv ist. „Das Entscheidende in einem an sich übersättigten Markt ist, sich das richtige Image zu verschaffen. Und Esprit scheint darin sehr geschickt zu sein“, erklärt sich ein Fondsmanager die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Esprit erklärt seine Strategie, die richtige Balance zwischen ansprechendem Design und einem akzeptablen Preis-Leistungsverhältnis zu finden. Daneben liege das Erfolgsgeheimnis darin, dem Kunden die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzubieten.

          Aktie angesichts des erzielten Wachstums vernünftig bewertet

          Esprit bietet mit zwölf Produktlinien zwölf Kollektionen pro Jahr an, was zu einem „marktgetriebenen“ Angebot in den Geschäften des Unternehmens führe. Gleichzeitig würden auf diese Weise die Lagerbestände minimiert und mehr Kunden angelockt. Die Tatsache, daß sich das Angebot nicht wiederhole - auch nicht im Fall von „best sellern“ - zeige sich auf der Preisseite vorteilhaft.

          Insgesamt befindet sich das Unternehmen weiterhin auf Expansionspfad und geht davon aus, weiterhin deutlich und anhaltend profitabel wachsen zu können. Mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von knapp 18 und 15 auf Basis der Ergebnisschätzungen scheint die Aktie optisch zunächst nicht sonderlich günstig zu sein. Allerdings konnte das Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich und profitabel wachsen. Aus diesem Grund ist eine gewisse Prämie zum Markt sicherlich gerechtfertigt. Absicherungsstrategien können jedoch auch hier nicht schaden.

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