https://www.faz.net/-gv6-8x7bu

Kommentar : Macrons Wahl wird den Börsen nicht reichen

Die Aussicht, dass Emmanuel Macron französischer Präsident wird, hat die Börsen beflügelt. Doch auf Dauer wird das nicht reichen.

          An der Börse wird die Zukunft bezahlt. Die starken Kursausschläge nach dem ersten Teil der französischen Präsidentenwahl drücken vor allem die Erwartung der Märkte aus, dass die Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, die Stichwahl nicht gewinnen und Frankreich nach einem Sieg Emmanuel Macrons seine Mitgliedschaft in der Europäischen Union und in der Währungsunion nicht in Frage stellen wird.

          Die Wucht, mit der sich manche Kurse verändert haben, belegt, wie verunsichert die Marktteilnehmer spätestens seit dem Zeitpunkt waren, als die Demoskopen eine Stichwahl zwischen Le Pen und dem Linksextremen Jean-Luc Mélenchon für möglich hielten.

          Ob es an der Börse für mehr als eine Erleichterungsrally reicht, hängt von der politischen Agenda ab. Um die in Macron gesetzten Hoffnungen zu erfüllen, muss dieser nicht nur die Stichwahl gewinnen, sondern auch der nachfolgenden Parlamentswahl seinen Stempel aufdrücken und dann eine überzeugende Reformpolitik betreiben. Dass die Konjunkturindikatoren derzeit für eine Belebung des Wirtschaftswachstums sprechen, wird der Börse auf die Dauer nicht reichen.

          Weitere Themen

          EZB plant Paket gegen Wirtschaftsschwäche

          Geldpolitik : EZB plant Paket gegen Wirtschaftsschwäche

          Die Währungshüter erwarten keine Besserung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum. Daher bereiten sie Zinssenkungen und zusätzliche Anleihekäufe vor. Schon im September könnten die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank starten.

          Topmeldungen

          Trumps Grönland-Idee : Eiskalte Interessen

          Manche Republikaner unterstützen die Idee von Donald Trump, Grönland zu kaufen. Schließlich könnte man so den Einfluss von China und Russland begrenzen – und riesige Rohstoffvorkommen ausbeuten.
          Sommerurlaub verwehrt: Wenn man eine Reise stornieren möchte, kann es auf Internetplattformen Probleme geben.

          Probleme mit Buchungsplattform : Kein Geld zurück

          Plattformen wie Booking.com & Co. nehmen dem Urlauber viel Arbeit ab. Schwierig kann es werden, wenn eine Übernachtung storniert werden soll. Ein Erfahrungsbericht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.