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Kommentar : Macrons Wahl wird den Börsen nicht reichen

Die Aussicht, dass Emmanuel Macron französischer Präsident wird, hat die Börsen beflügelt. Doch auf Dauer wird das nicht reichen.

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          An der Börse wird die Zukunft bezahlt. Die starken Kursausschläge nach dem ersten Teil der französischen Präsidentenwahl drücken vor allem die Erwartung der Märkte aus, dass die Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, die Stichwahl nicht gewinnen und Frankreich nach einem Sieg Emmanuel Macrons seine Mitgliedschaft in der Europäischen Union und in der Währungsunion nicht in Frage stellen wird.

          Die Wucht, mit der sich manche Kurse verändert haben, belegt, wie verunsichert die Marktteilnehmer spätestens seit dem Zeitpunkt waren, als die Demoskopen eine Stichwahl zwischen Le Pen und dem Linksextremen Jean-Luc Mélenchon für möglich hielten.

          Ob es an der Börse für mehr als eine Erleichterungsrally reicht, hängt von der politischen Agenda ab. Um die in Macron gesetzten Hoffnungen zu erfüllen, muss dieser nicht nur die Stichwahl gewinnen, sondern auch der nachfolgenden Parlamentswahl seinen Stempel aufdrücken und dann eine überzeugende Reformpolitik betreiben. Dass die Konjunkturindikatoren derzeit für eine Belebung des Wirtschaftswachstums sprechen, wird der Börse auf die Dauer nicht reichen.

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