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Technische Analyse : Kaufsignale am deutschen Aktienmarkt

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Die Linde-Aktie ist laut technischen Analysten ein Kauf. Bild: dpa

Anleger sollten nur bei Aktien mit neuen Investment-Kaufsignalen einsteigen - im Dax sind das etwa Linde und Deutsche Börse, im M-Dax der Maschinenbauer GEA. Die Technische Analyse.

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          Die abermalige, deutliche Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sowie die als Konsequenz weiter fallenden Anleiherenditen im Euroraum und die Schwächung des Euro haben für weitere Impulse am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Nachdem der Tec-Dax bereits zum Ende des Jahres 2014 mit einem neuen Investment-Kaufsignal angesprungen war, haben zum Jahresanfang auch Dax und M-Dax ihre jeweils seit fast einem Jahr bestehenden Seitwärtspendelbewegungen mit neuen Investment-Kaufsignalen verlassen. Einerseits deutet diese Gesamtmarktsituation eine Fortsetzung des seit März 2009 bestehenden Hausse-Zyklus an. Andererseits sollten jetzt technisch motivierte Neuengagements nicht bei Titeln mit einer überkauften Lage, sondern nur bei Werten mit neuen Investment-Kaufsignalen vorgenommen werden. Aus dem Dax sind hier Linde und Deutsche Börse AG zu nennen. Aus dem M-Dax erfüllt zum Beispiel GEA dieses Selektionskriterium.

          Linde gehört zu den weltweit führenden Gas- und Ingenieurkonzernen, wobei die Herstellung von industriellen und medizinischen Gasen und die Entwicklung von Luftzerlegungsanlagen, Wasserstoff- und Synthesegasanlagen im Mittelpunkt stehen. Die Aktie von Linde gehört zu den technischen Marathonläufern am deutschen Aktienmarkt. Dies steht für Titel, die sich in sehr langfristigen Aufwärtsbewegungen befinden und innerhalb einer Gesamtmarkthausse im Regelfall auf neue historische Höchstkurse laufen. Linde befindet sich seit März 2003 und einem Kursniveau um 21,2 Euro in einer sehr langfristigen Hausse-Bewegung, wobei der fast 12 Jahre bestehende, zentrale Hausse-Trend aktuell bei zirka 110 Euro liegt und auf die aktuelle technische Lage nur wenig Einfluss hat.

          Diese 12-jährige Hausse-Bewegung kann in vier technische Phasen unterteilt werden. Zuerst der technische (Bilderbuch-)Hausse-Trend von März 2003 bis Juni 2008 mit einem Kursanstieg bis auf 97,9 Euro. Die zweite technische Phase besteht aus der Korrektur bis auf Kurse um 46,5 Euro (im Oktober 2008). Die dritte technische Phase war wieder ein feiner Hausse-Trend bis zum Mai 2013 und Kursen um 155 Euro. Die vierte technische Phase war eine 20-monatige Seitwärtspendelbewegung mit der gestaffelten Widerstandszone von 154,8 Euro bis 158,5 Euro und der Unterstützungszone um 136,8 Euro. Diese Seitwärtspendelbewegung hatte einen positiven Grundton und als Konsequenz einen mittelfristig trendbestätigenden Charakter (nach oben) innerhalb der seit zwölf Jahren bestehenden Hausse-Bewegung. Deshalb überrascht es nicht, dass Linde in den letzten Handelstagen mit einem neuen übergeordneten Investment-Kaufsignal aus der Seitwärtspendelbewegung (Kurse über 160 Euro) hinaus gelaufen ist. Da die technische Gesamtlage als nächstes Etappenziel bei Linde ein Kursniveau um 185 Euro andeutet, bleibt die Aktie ein technischer (Zu-)Kauf. Der strategische Sicherungsstopp für eine Linde-Position sollte zuerst bei 135 Euro festgesetzt werden.

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