https://www.faz.net/-gv6-qw5b

Interview : „Computerhersteller sind derzeit gut aufgestellt“

  • Aktualisiert am

Einen Kauf wert, glaubt S&P: Aktie von Apple Bild: dpa

Die Aktien von Hardwareherstellern werden auch weiterhin stark von der lebhaften Nachfrage nach PCs und drahtlosen Geräten profitieren. Davon ist S&P überzeugt.

          5 Min.

          Der Branchenindex S&P-1500 Computer Hardware stieg im Jahresverlauf bis zum 12. Oktober um beachtliche 34 Prozent. Vor allem die Aktie des Computerherstellers Apple sorgte dafür, dass diese Branchengruppe nach einem Vorjahreswachstum von 17,3 Prozent bislang die beste Wertentwicklung des S&P-Technologiesektors aufweist und damit den 10,1-prozentigen Zuwachs des marktbreiten Aktienindex S&P-500 klar hinter sich lässt.

          Nach Einschätzung von Tom Smith, der die Aktien von Hardwareherstellern für Standard & Poor's Equity Research analysiert, könnten die Papiere von Apple, IBM und Logitech durch die rege Nachfrage nach leistungsstarken PCs und innovativen Geräten weiteren Rückenwind erhalten. Smith zufolge zeigt sich in der laufenden Berichtssaison, dass Anbieter von margenträchtigeren und angesagten neuen Produkten die Nase im Wettbewerb vorn haben. Karyn McCormack von BusinessWeek.com sprach mit Smith über die treibenden Kräfte dieser Branchengruppe und seine favorisierten Aktien.


          Wie verläuft die Berichtssaison zum dritten Quartal für die Hersteller von Computerhardware?

          Die Berichtssaison zum dritten Quartal beginnt für viele Hardwarehersteller ziemlich gut, insbesondere für Anbieter neuer und innovativer Produkte. Von den sechs Unternehmen, die bislang ihre Quartalszahlen vorlegten, zeichnet sich eine klare Aufteilung in gut, mittelmäßig und schlecht ab. Gute Zahlen kamen von Logitech. Aufbauend auf einem von lebhaften PC-Absätzen geprägten Quartal überzeugte der Anbieter von Peripheriegeräten und Spielekonsolen mit starken Umsätzen, Margen und einem erfreulichen Geschäftsausblick. Logitech konnte von neuen Produkten profitieren, die den Kundenwünschen entsprachen und auch preislich attraktiv waren. Vor Bekanntgabe der Quartalszahlen sprachen wir für das Unternehmen eine unbedingte Kaufempfehlung aus. Nachdem der Aktienkurs nach Zahlenvorlage allerdings mit massiven Aufschlägen reagierte, stuften wir Logitech auf Grundlage der Bewertung auf Kaufen zurück.

          Einen Kauf wert, glaubt S&P: Aktie von Hewlett-Packard

          Auch Apple präsentierte infolge reger PC-Nachfrage glänzende Quartalszahlen. Das Unternehmen deckt natürlich den oberen und margenträchtigeren Bereich des Hardwaresegments ab, scheint in diesem relativ begrenzten Segment jedoch weitere Marktanteile hinzuzugewinnen.

          Ein in meinen Augen gemischtes Bild zeigte sich in den Quartalsberichten von IBM, Xerox und Flextronics. Die Entwicklung von IBM deckt sich mit meinen Erwartungen: Stark im Dienstleistungsgeschäft, schwach im Hardwaresegment. Ich rechne damit, dass die Schwäche bei Hardware bis zur Einführung neuer Produkte im ersten Quartal 2008 anhalten wird.

          Der Softwarebereich präsentierte sich mittelmäßig. Einige Softwareaufträge konnten nicht wie vom Unternehmen erwartet im abgelaufenen Quartal abgeschlossen werden. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese im vierten Quartal verbucht werden. Es besteht daher die Möglichkeit, dass die Segmente Hardware und Software in den kommenden Quartalen Boden gut machen. Daneben verfügt das Unternehmen über Liquidität für weitere Aktienrückkäufe. Alles in allem ist IBM nach wie vor stark aufgestellt. Ich bekräftige daher meine vor dem Quartalsbericht ausgesprochene unbedingte Kaufempfehlung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Lungenkrankheit : Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt

          Der Patient aus Bayern wird isoliert behandelt – das Risiko für die Bevölkerung, sich mit dem neuartigen Erreger zu infizieren, „wird derzeit als gering erachtet“, heißt es aus dem Ministerium. Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer in China auf mehr als hundert.
          Viel zu erzählen: Bolton, Pompeo und Trump im Oval Office im Februar 2019

          Ukraine-Affäre und Impeachment : Das fehlende Bindeglied

          Trumps Verteidiger fordern im Impeachment-Prozess Beweise. Da gelangen Teile von Boltons Buchmanuskript an die Öffentlichkeit und bringen Trump in Bedrängnis. Das Weiße Haus reagiert umgehend.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.