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Verhaltenes Börsendebüt : Innogy-Aktien fallen unter Ausgabepreis

  • Aktualisiert am

RWE-Chef Terium läutet die Glocke zum Börsendebüt von Innogy. Bild: Reuters

Die Dax-Anleger bleiben vor der Veröffentlichung des amerikanischen Arbeitsmarktberichts in Deckung. Das Börsendebüt der RWE-Tochter Innogy entfacht derweil keine Euphorie auf dem Parkett, während die Deutsche Bank wieder für Schlagzeilen sorgt.

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          Deutschlands Börsianer engagieren sich verhalten zum Wochenschluss an den Börsen. Der Dax fällt am Vormittag um 0,63 Prozent auf 10.501,73 Punkte. Tags zuvor war der deutsche Leitindex an seinem bisherigen Wochenhoch bei 10.646 Punkten gescheitert und hatte letztlich leicht nachgegeben. Für die Woche steht nun ein kleines Minus zu Buche.

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          Nach dem guten Start in den Oktober schienen den Dax die Kräfte schon wieder zu verlassen, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba in einem Morgenkommentar. So hätten die Tage selbst gute Nachrichten aus der deutschen Industrie keinen neuen Rückenwind verliehen. Die Investoren wollten offenbar die "Strategie" der jüngsten Zeit - Abwarten auf neue Informationen - fortsetzen.

          Insofern rückt zum Wochenschluss der Arbeitsmarkt aus Amerika in den Fokus. Die Jobdaten sind wichtig für die Geldpolitik der Notenbank Fed. Starke Daten könnten bei den Anlegern laut Marktbeobachtern durchaus die Sorge wecken, dass die Fed mit einer baldigen Leitzinserhöhung den Geldhahn etwas weiter zudrehen könnte.

          RWE nach Innogy-Börsengang unter Verkaufsdruck

          Auf der Unternehmensseite steht der Börsengang von Innogy im Fokus. Die Aktien des Ökostromkonzerns sind bei ihrem Börsendebüt unter den Ausgabepreis gerutscht.

          INNOGY SE INH. O.N.

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          Nachdem der erste Kurs der RWE-Tochter am Freitag noch mit 37,30 Euro auf der Kurstafel der Frankfurter Börse aufgeflackert war, gaben die Papiere in den ersten Handelsminuten ihre Gewinne wieder ab und fielen bis auf 35,95 Euro. Innogy hatte bis zu 139 Millionen Papiere zu je 36 Euro ausgegeben und die Preisspanne damit voll ausgereizt. Auch die Aktien der Innogy-Mutter RWE gerieten unter Verkaufsdruck und brachen um bis zu 5,3 Prozent ein.

          Mit einem Erlös von fünf Milliarden Euro ist Innogy die größte Neuemission in Deutschland seit 16 Jahren, als die Deutsche Post und der Chipkonzern Infineon an die Börse gingen. Innogy gilt als heißer Anwärter für den Einzug in den Nebenwerte-Index M-Dax noch in diesem Jahr. Zum Emissionspreis wird das Unternehmen mit 20 Milliarden Euro bewertet. Die hochverschuldete RWE kommt dagegen nur auf einen Börsenwert von rund acht Milliarden Euro.

          E.ON

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          Die Aktien des RWE-Konkurrenten Eon profitierten hingegen mit einem Plus von fast 4 Prozent von einem Pressebericht über einen möglichen Einstieg des schwedischen Investors Cevian.

          Neue Spekulationen zur Deutschen Bank

          Nach einem Tag Pause setzen zudem die Papiere der Deutschen Bank ihre Erholung fort. Die Papiere gewinnen 1,41 Prozent.

          DT. BANK

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          Die Spekulationen über eine Geldspritze für die angeschlagene Deutsche Bank reißen nicht ab. An einer möglichen Kapitalerhöhung könnten sich Berichten verschiedener Medien zufolge sowohl große amerikanische Banken als auch andere Dax-Konzerne beteiligen. Eine Sprecherin des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt wollte diese Informationen aus Finanzkreisen  nicht kommentieren. Der Bank droht in den Vereinigten Staaten eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro) für Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise.

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