https://www.faz.net/-gv6-85rl9

German Startups verlängert : In Deutschland funktionieren Börsengänge nicht

  • Aktualisiert am

Christoph Gerlinger, Gründer von German Startups.Börse. Bild: Grapatin, Niklas

Fünf Börsengänge, drei Absagen, zwei Stolperer: Derzeit läuft es einfach nicht. Auch German Startups versucht den Erfolg noch in der Verlängerung zu erzwingen.

          1 Min.

          Die Deutsche Pfandbriefbank ist mühsam an der Börse gestartet. Bis zu 12 Euro wollte der Bund für das Kerngeschäft der Hypo Real Estate haben. Er bekam letztlich 10,75 Euro - den Mindestpreis.

          Und damit ist es noch der erfolgreichste von sechs Börsengängen. Der Windparkbetreiber Chorus Clean Energy sagte seinen Börsengang trotz verlängerter Zeichnungsfrist ab, das Modeunternehmen CBR und die Immobilienfirma Ado steckten gleich zu Anfang auf.

          Der Schmuckhändler Elumeo musste weniger Aktien zu einem niedrigeren Preis verkaufen und am Donnerstag zeigen sich auch Schwierigkeiten beim Börsengang der Internet-Holding German Startups.

          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android
          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android

          Das neue Angebot für den klugen Überblick: Die wichtigsten Nachrichten und Kommentare der letzten 24 Stunden – aus der Redaktion der F.A.Z. – bereits über 100.000 mal heruntergeladen.

          Mehr erfahren

          Das Unternehmen hat den Angebotszeitraum um drei Tage bis zum 21. Juli  verlängert. Damit verschiebt sich auch der Börsenstart, und zwar auf den 24. Juli.

          Während der laufenden Roadshow sei man auf positive Resonanz gestoßen. Die Verlängerung der bisherigen, vergleichsweise kurzen Zeichnungsfrist erlaube es der Gesellschaft, weitere Gespräche mit interessierten Investoren zu führen, heißt es. Zugleich biete die Verlängerung den Investoren die Möglichkeit, die derzeit eintretende, wirtschaftspolitische Entspannung in der Eurozone zu berücksichtigen.

          Im Kontext der anderen Börsengänge vermag diese Erklärung indes nicht so recht zu überzeugen. Das mag keinem der Unternehmen anzulasten sein: Anscheinend wollen einfach nur wenige Investoren sich auf unerprobte Aktien einlassen. Ob das nun an aktuellen politischen Verwerfungen liegt oder nicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson (links) und Jean-Claude Juncker in Brüssel.

          Brexit-Einigung : Abschied von London

          Es besteht die Chance auf einen geregelten Brexit. Ganz Europa muss das Thema hinter sich lassen, das so viele physische und psychische Ressourcen verbraucht hat. Doch die EU sollte sich nicht täuschen: Mit Großbritannien verlässt nicht nur ein Nettozahler das gemeinsame Haus.
          Wolfgang Tiefensee beim Wahlkampf in Thüringen

          Wahlkampf in Thüringen : Frühstück bei Tiefensee

          Ob Rot-Rot-Grün in Thüringen weitermachen kann, hängt von vielen Dingen ab – unter anderem vom Abschneiden der FDP. Die schickt einen Spitzenkandidaten ins Rennen, der ganz nach dem Geschmack von Parteichef Christian Lindner ist.

          Globales Ranking : Apple ist die wertvollste Marke der Welt

          Die Marken von Amerikas Digitalkonzernen sind die wertvollsten der Welt, befindet eine neue Untersuchung. Deutschlands Autobranche schwächelt. Dennoch führt ein Autohersteller das deutsche Ranking an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.