https://www.faz.net/-gv6-8ofg6

Neue Kaufsignale : In 2017 schlagen die Aktien (wieder) die Anleihen

  • -Aktualisiert am

Die Dax-Anzeige an der Börse in Frankfurt Bild: Reuters

Der Dax befindet sich seit 2009 in einem Hausse-Zyklus. In den letzten Tagen hat er seine Aufwärtsbewegung mit einem qualitativ hochwertigen Investment-Kaufsignal fortgesetzt.

          4 Min.

          Die wichtigen Aktienindizes der Welt befinden sich unverändert in den seit März 2009 laufenden technischen Hausse-Zyklen. Hierbei hatte der S&P 500 im August 2016 die vorherige, 18 Monate währende Seitwärtspendelbewegung mit Investment-Kaufsignalen verlassen. Da die Faktoren steigender Dollar, weitere amerikanische Leitzinserhöhungen und zuletzt deutliche Kursgewinne nicht außer Acht gelassen werden sollten, deutet sich für 2017 für den S&P 500 eine Fortsetzung der Hausse an. Jedoch sollte die Erwartung an die Aufwärtsdynamik nicht zu hoch sein, so dass sich nur ein technisches Kurspotential von 2350 bis 2400 Punkten andeutet.

          Der Nikkei 225 sollte seine technische Hausse bis in die langfristige Widerstandszone von 20.500 bis 21.000 Punkten verlängern. Der Euro Stoxx 50, der im Jahr 2017 besonders unter dem Einfluss der Politik und Wahlen in Europa stehen sollte, hat zuletzt seine vorherige Baisse und die Bodenformation mit einem Investment-Kaufsignal abgeschlossen. Hier sollte in 2017 die Widerstandszone von 3480 bis 3530 Punkten getestet werden. Der Dax hatte im August die vorherige Baisse mit einem Investment-Kaufsignal beendet und zuletzt den Aufwärtstrend ausgebaut. Hier deuten sich für 2017 eine intakte Hausse-Bewegung und ein Test der Widerstandszone 12.000 bis 12.400 Punkte an.

          Der S&P 500 befindet sich seit März 2009 und einem Kursniveau von 666 Punkten in seinem weiterhin intakten Hausse-Zyklus. Dieser liegt vor, wenn der Index eine langfristige Aufwärtsbewegung durchläuft, wobei es nur zu trendbestätigenden Konsolidierungen (Index-Kursrückgang bis 10,0 Prozent vom Zwischenhoch) und Korrekturen (Index-Rückgang zwischen 10,0 Prozent und 20,0 Prozent) kommt. Der S&P 500 war nach den ausgeprägten Kursgewinnen in den Jahren 2012 bis 2014 ab dem Jahreswechsel 2014/2015 in eine technische Korrektur hineingelaufen.

          Diese wurde einerseits durch die gestaffelte Widerstandszone von 2120 bis 2135 Punkten und andererseits durch die gestaffelte Unterstützungszone von 1810 bis 1820 Punkten begrenzt. Diese technische Korrektur, die eine Ausdehnung von zirka 300 Punkten besitzt, hatte einen trendbestätigenden Charakter nach oben. Anfang Juli 2016 (und damit vor der amerikanischen Wahl) brach der S&P 500 mit einem übergeordneten Investment-Kaufsignal aus dieser 18-monatigen Seitwärtspendelbewegung nach oben aus, so dass sich die Ausdehnung der Seitwärtspendelbewegung als zusätzliches, mittelfristiges Aufwärtspotential und damit die technische Zielzone von 2400 bis 2450 Punkten ergibt.

          Die Aufwärtsbeschleunigung nach der Wahl in Amerika und die dort derzeit gute Marktbreite (viele Aktienindizes befinden sich auf historischen Höchstkursen) haben mit einem Anstieg auf zirka 2260 Punkte bereits einen Teil dieses mittelfristigen Kurspotentials geliefert. Da in der Vergangenheit die Kombination aus steigendem Dollar, weiter steigenden Leitzinsen und leicht ansteigenden Anleiherenditen im Regelfall das Aufwärtsmomentum an der Weltleitbörse etwas gedrückt hat, sollten mit Blick auf das technische Kurspotenzial des S&P 500 in 2017 leichte Abstriche gemacht werden. Insgesamt sollte sich die Hausse am amerikanischen Aktienmarkt fortsetzen, wobei der Index in die Zone 2350–2400 Punkte hineinlaufen sollte.

          Nikkei 225 etablierte ab Oktober wieder steilen Hausse-Trend

          Die Nikkei 225 startete im Oktober 2008 bei Kursen um 6994 Punkte seinen bis heute intakten technischen Hausse-Zyklus, der den Index im Juni 2015 auf Kurse um 20.950 (Widerstandszone) geführt hatte. Trotz der sehr lockeren Geldpolitik der Bank von Japan und der weiter gefallenen Anleiherenditen drückte aber die Aufwertung des Yens den Nikkei 225 in der zweiten Jahreshälfte 2015 in eine technische Baisse. Diese mündete ab Februar 2016 an der mittelfristigen Unterstützungszone von 14500 bis 14900 Punkten in eine technische Bodenformation mit dem charttechnischen Charakter eines „Doppelbodens“ mit der leicht fallenden Widerstandslinie (zirka 17.200 Punkte).

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Segelboote bei einer Regatta in Antigua

          Deutsche Segler in Gefahr : Geleitzug aus der Karibik?

          Hunderte Deutsche sitzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Antigua und den Bahamas auf ihren Segelschiffen fest. Eine Gruppe von ihnen plant deshalb, in zwei großen Verbänden zurück über den Atlantik zu segeln. Ein riskantes Unterfangen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.