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Hellas-Krise : Anleger sehen Licht am Ende des Tunnels

  • Aktualisiert am

Anleger hoffen auf ein Ende der Griechenlandkrise Bild: dpa

Hoffnung auf eine Lösung in der Griechenlandkrise haben die Börsen Europas am Dienstag im Plus schließen lassen. Der Dax legte 0,7 Prozent zu, die Athener Börse gewann sogar mehr als 6 Prozent.

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          Die Aussicht auf eine baldige Beilegung des griechischen Schuldenstreits hat die Anleger am Dienstag wieder in Kauflaune versetzt. Genährt wurde ihr Optimismus von der Einigung auf einen Fahrplan zur Prüfung der jüngsten Reformliste der Athener Regierung. "Ein Deal ist nun viel wahrscheinlicher als noch vor einigen Tagen", sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. Dax und Euro Stoxx50 gewannen bis zum Handelsschluss 0,7 respektive 0,3 Prozent. Der Dax schloss bei 11.533 Punkten.

          Damit haben sie binnen zwei Tagen fas fünf Prozent zugelegt. Das ist für beide Indizes mit die größte Rally seit etwa drei Jahren. Bis Mittwochabend sollen die Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) die griechischen Reformvorschläge prüfen. Die Finanzminister der Euro-Zone könnten anschließend grünes Licht für neue Finanzspritzen geben, ohne die Griechenland binnen Tagen die Pleite droht. Die Athener Regierung feilscht seit Monaten mit ihren Geldgebern um die Bedingungen für diese Hilfen.

          Athener Börse deutlich im Plus

          Aber selbst bei einer Einigung sei das Thema Griechenland noch lange nicht vom Tisch, warnte Anlagestratege Kit Juckes von der Société Générale. "Danach werden wir uns Gedanken darüber machen, ob der Deal von den einzelnen Parlamenten auch ratifiziert wird." Sobald diese Hürde genommen sei, komme die Frage auf, wie lange es dauere, bis ein neues Hilfspaket notwendig werde.

          An der Athener Börse spielte der drohende Widerstand des griechischen Parlaments gegen die Reformliste des Ministerpräsidenten Alexis Tsipras eine untergeordnete Rolle. Der Leitindex baute sein kräftiges Vortagesplus um mehr als 6 Prozent aus. Der Euro ging dagegen auf Talfahrt und verlor etwas mehr als ein Cent auf 1,1187 Dollar. Ihm machten Börsianern zufolge die Spekulationen auf eine nahende Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten zu schaffen, die der amerikanischen Währung Auftrieb gaben. Dem führenden Fed-Banker Jeremy Powell zufolge stehen die Chancen für eine Anhebung im September bei 50:50.

          Lufthansa fliegen im Dax weiter hinterher

          Bei den deutschen Aktienwerten gaben Lufthansa  gegen den Trend 0,5 Prozent zum Handelsschluss nach. Der Fluggesellschaft droht ein Streik der Flugbegleiter in der wichtigen Sommerferien-Saison. An der Londoner Börse sorgte der fast 20-prozentige Kurssprung von Ladbrokes für Aufsehen. Der britische Buchmacher verhandelt mit dem Konkurrenten Gala Coral über einen Zusammenschluss.

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