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Gastkommentar : Pfizer und Chevron oben auf der Favoritenliste

  • -Aktualisiert am

Nach fünf Jahren, in denen die Small Caps besser abgeschnitten haben als die großen Unternehmen, könnten sich „Schwergewichte“ wieder einmal gut schlagen, denkt John Dorfman von Dorfman Investments und nennt seine Favoriten.

          Viele Experten und die meisten Vermögensverwalter gehen davon aus, daß 2005 ein gutes Jahr für Unternehmen mit hohem Börsenwert sein wird.

          In der Regel sind solche Large Caps stabiler, agieren in größerem Umfang auf internationaler Ebene - bei einem schwachen Dollar, wie es momentan der Fall ist, eine gute Sache -, zahlen höhere Dividenden und halten sich in einem von Verlusten geprägten Marktumfeld besser als kleinere Unternehmen. Ich für meinen Teil bevorzuge Substanztitel mit geringer Marktkapitalisierung. Ich bleibe bei diesem Ansatz, weil ich meine, daß es sich dabei langfristig aus Performancesicht um den besten Anlagestil handelt. Nach fünf Jahren in Folge, in denen die Small Caps besser abgeschnitten haben als die großen Unternehmen, wäre es jedoch nicht verwunderlich, wenn in diesem Jahr die Titel mit mehr Schwergewicht eine bessere Performance erzielten.

          Wenn Sie ein Fan von Large Caps sind, bitte weiterlesen. Gleich nenne ich Ihnen nämlich die Namen von zehn großen Unternehmen, die allesamt günstig bewertet sind, eine Dividende zahlen und über ordentliche Bilanzen verfügen. Solche Titel dürften sich im Vergleich zu den meisten anderen besser halten, sollte der Aktienmarkt in diesem Jahr zufälligerweise seinen Rückzug antreten. Jedes dieser zehn Unternehmen, die sich meines Erachtens gut für den konservativen Anleger eignen, verfügt über einen Börsenwert von fünf Milliarden Dollar oder mehr, notiert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 15, glänzt mit einer Dividendenrendite von wenigstens zwei Prozent und weist einen Verschuldungsgrad von unter 50 Prozent auf. Nur 2,5 Prozent aller amerikanischen Unternehmen mit einem Börsenwert von über fünf Milliarden Dollar erfüllen diese drei Anforderungen.

          Pfizer, ChevronTexaco

          Meine zehn konservativen Favoriten habe ich der Größe nach aufgelistet. Sämtliche Kurse und Kennzahlen entsprechen bzw. basieren auf den Schlußständen vom 15. März. Pfizer ist der größte Medikamentenhersteller der Welt. Die Analysten, die den Titel vor fünf Jahren bei einem Kurs von 45 Dollar geliebt haben, können sich heute bei etwa 26 Dollar kaum noch für ihn erwärmen. Doch der von New York aus operierende Konzern stellt mit einem KGV von zwölf und einer Dividendenrendite von 2,9 Prozent jetzt eine weitaus bessere Kaufgelegenheit dar. Hinzu kommt, daß der Gewinn in sechs der vergangenen sieben Jahre um wenigstens 20 Prozent gestiegen ist.

          ChevronTexaco ist nach Exxon Mobil die zweitgrößte Ölgesellschaft in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen hat aber mit 2,7 Prozent die höhere Dividendenrendite und mit zehn das niedrigere KGV von beiden. Seine Gewinnwachstumsrate für die kommenden fünf Jahre wird von Analysten auf 5,7 Prozent geschätzt - ich hingegen glaube, daß dieses Wachstum kräftiger ausfallen wird.

          Merck, Allstate, Chubb

          Die Anteilspapiere von Merck & Co. befinden seit vier Jahren auf dem Abstieg. Über die größte Strecke dieses Zeitraums habe ich die Aktie gehalten. Nach meinem Dafürhalten hat Merck die Talsohle erreicht und weist immerhin eine Dividendenrendite von 4,75 Prozent, ein KGV von zehn und im vergangenen Jahr eine Eigenkapitalrendite von 35 Prozent auf.

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