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Gastkommentar : Mit „Powerhouse-Aktien“ zu überdurchschnittlichem Ertrag

  • -Aktualisiert am

Starke Unternehmensbilanzen sind eine gute Voraussetzung für steigende Aktienkurse. Zumindest im Durchschnitt, so die Erfahrung von John Dorfman von Dorfman Investments. Interessante Werte seien aktuell: Forest Labs und Timberland.

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          Börsenneulinge wissen, ob ihre Aktien gerade steigen oder fallen. Aktionäre mit etwas mehr Börsenerfahrung können dagegen angeben, ob sich die Gewinne ihrer ausgewählten Unternehmen gut oder schlecht entwickeln.

          Nur ernsthafte Anleger wissen jedoch wirklich wie stark die Bilanzen der jeweiligen Unternehmen ausfallen. Denn die dort ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten genau unter die Lupe zu nehmen, gibt einem sehr viel wertvollere Hinweise als nur die Betrachtung der reinen Gewinn- und Verlustrechnung.

          Powerhouse-Liste - Unternehmen mit starker Bilanz

          Einmal im Jahr zeichne ich die Unternehmen aus, die in meinen Augen die beste Bilanz vorweisen, indem ich sie auf meine „Balance Sheet Powerhouse-Liste“ aufnehme. Seit der ersten Liste vor fünf Jahren waren Forest Labs, Microsoft und Scientific-Atlanta jedes mal mit von der Partie. Ebay und Qualcomm kamen auf vier der fünf Listen vor. In diesem Jahr habe ich 38 Unternehmen aufgenommen, so viele wie noch nie zuvor.

          Um sich für die „Powerhouse-Liste“ zu qualifizieren, muß ein Unternehmen sechs Kriterien erfüllen:

          • einen Marktwert von mindestens einer Milliarde Dollar

          • liquide Mittel oder hochliquide Anlagen in Höhe von mindestens 300 Millionen Dollar

          • weniger als 200 Millionen Dollar langfristige Verbindlichkeiten

          • Gesamtverbindlichkeiten von weniger als zehn Prozent des Eigenkapitals

          • eine Liquidität dritten Grades (Verhältnis des gesamten Umlaufvermögens zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) von 2,0 oder besser

          • einen Gewinn je Aktie von mindestens 0,10 Dollar je Aktie im vorangegangenen Geschäftsjahr

          Forest Labs - starkes, profitables Wachstum bei vernüftiger Bewertung

          Es auf die „Powerhouse-Liste“ zu schaffen, ist eine Auszeichnung, aber nicht unbedingt mit einer Aktienempfehlung gleichzusetzen. Alle Namen stehen für hoch-qualitative Unternehmen, viele sind daher einfach teure Aktien.

          In diesem Jahr empfehle ich zwei Werte zum Kauf: Timberland Co. und Forest
          Laboratories. Forest Labs mit Unternehmenssitz in New York stellt rezeptpflichtige Arzneimittel - sowohl Markenpräparate als auch Generika - her sowie einige freiverkäufliche Medikamente. Die beiden bedeutendsten Produkte sind zwei Antidepressiva: Celexa und Lexapro. Außerdem verkauft Forest Pharmazeutika zur Behandlung von Alzheimer, Bluthochdruck, Schmerzen sowie Reizdarmbeschwerden.

          Nach einem Verlust im Jahr 1997 konnte das Unternehmen sieben Jahre in Folge positive und vor allem steigende Gewinne vermelden. In den vergangenen fünf Jahren sind die Unternehmensgewinne mit einer jährlichen Durchschnittsrate von 57 Prozent gewachsen. Das Unternehmen ist zudem schuldenfrei und verfügt über liquide Mittel in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. In Anbetracht dieser vielen Vorzüge stellt Forest Labs mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 eine gute Wertaktie dar.

          Robuste Bilanzrelationen bei Timberland

          Timberland, mit Hauptsitz in Stratham, New Hampshire, produziert Schuhe und stabile Outdoor-Bekleidung für Herren, Damen und Kinder. Zwar konnte das Unternehmen sogar neun mal in Folge einen Jahresgewinn vermelden, aber seine Wachstumsentwicklung stellt sich weniger beständig und auch weniger dramatisch dar als die von Forest. In den vergangenen fünf Jahren betrug das durchschnittliche Gewinnwachstum 15 Prozent pro Jahr, das Umsatzwachstum lag bei zehn Prozent. Die Unternehmensbilanz ist genauso robust wie echte Timberland-Schuhe: keine Schulden und in den Büchern stehen liquide Mittel oder hochliquide Anlagen in Höhe von 309 Millionen Dollar.

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