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Wahl in Frankreich : Erleichterung an Finanzmärkten

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Das Wahlergebnis von Frankreichs Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron sorgt für Ereichterung an den Finanzmärkten. Bild: dpa

Aufatmen an den Finanzmärkten. Nach der erste Runde der französischen Präsidentenwahl glauben viele, die Gefahr eines „Frexit“ sei gebannt, zumindest vorerst.

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          Nach dem Sieg des EU-Befürworters Emmanuel Macron bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich erwarten Experten am Montag eine Kursrally an den europäischen Börsen. „Ich glaube, dass Anleger zuversichtlich sind, dass Macron auch die Stichwahl gewinnen wird und das wird an den Aktienmärkten mit Erleichterung aufgenommen", sagte Fondsmanager Paul Lambert vom Vermögensverwalter Insight in London.

          An den Börsen habe es vor allem die Sorge gegeben, dass die rechtsextreme Marine Le Pen und der Linke Jean-Luc Melenchon, die beide den Euro ablehnen, in die zweite Runde einziehen. „Diese Nervosität dürften die Märkte jetzt ablegen", sagte der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, Ulrich Stephan.

          Der Euro stieg in einer ersten Reaktion auf den Wahlausgang bis zu knapp zwei Prozent auf den höchsten Stand seit knapp fünf Monaten. Da die Unsicherheit bis zur Stichwahl aber anhalten dürfte, gab die europäische Gemeinschaftswährung am Montagmorgen einen Teil der Gewinne wieder ab.

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          Zuletzt kostete der Euro mit 1,0840 Dollar aber immer noch deutlich mehr als am Freitagabend. Der Ausgang der ersten Runde der Präsidentenwahl sei positiv für den Euro, hieß es in einer Studie der Unicredit.

          Aufschwung bei Staatsanleihen erwartet

          An den asiatischen Börsen spielte die Wahl in Frankreich nur eine untergeordnete Rolle. Der japanische Leitin In Tokio zog der Nikkei-Index am Montag um 1,3 Prozent auf 18.866 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite fiel dagegen um 1,6 Prozent auf 3122 Punkte.

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          Deutlich nach oben gehen dürfte es mit den französischen Staatsanleihen. Diese hatten in den vergangenen Wochen wegen der Unsicherheit vor der Präsidentenwahl an Wert verloren. So war im Gegenzug der Risikoaufschlag zu deutschen Staatspapieren stark gestiegen. Die Unicredit-Analysten gehen davon aus, dass dieser Aufschlag im Vergleich zu Bundesanleihen von zuletzt rund 70 Basispunkten in einem ersten Schritt auf rund 55 Basispunkte sinken dürfte.

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          Nachgegeben haben die Preise für Gold und den japanischen Yen, die beide als Krisenwährung gelten. Aber auch hier hielt sich die Reaktion in Grenzen. Nach anfänglich starken Verlusten, legten die Notierungen beider Anlageklassen wieder leicht zu.

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