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Plötzlich Hausse : Finanzaufsicht prüft Kursanstieg der Volkswagen-Aktie

  • Aktualisiert am

Heute zwar nicht mehr gedruckt, aber trotzdem gefragt -die VW-Aktie. Bild: dpa

Der Aktienkurs von Volkswagen haussiert seit Mittwoch. Das hat jetzt die Finanzaufsicht Bafin auf den Plan gerufen.

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          Die Aktien von Volkswagen waren am Donerstag mit einem Plus von bis zu 7 Prozent unangefochtener Spitzenreiter am Aktienmarkt Sie profitieren abermals von der Hoffnung auf Fortschritte in der Diesel-Affäre. Anleger setzen darauf, dass sich Volkswagen in der Abgasaffäre mit den amerikanischen Behörden einigt und am Ende billiger davon kommt als anfangs befürchtet.

          Die deutsche Finanzaufsicht BaFin nimmt diesen kräftigen Kursanstieg unter die Lupe. Die Behörde habe eine Routineprüfung wegen möglichen Insider-Handels und möglicher Verstöße gegen Ad-Hoc-Publizitätspflichten eingeleitet, sagte eine BaFin-Sprecherin.

          Nach dieser Meldung gingen die Kursgewinne etwas zurück. Am Ende schloss die Notierung 5 Prozent höher als am Vorabend.

          In den Vereinigten Staaten lief an diesem Donnerstag ein Ultimatum eines Richters aus, der über nahezu alle Klagen in Amerika gegen VW entscheidet. Eine zügige Einigung dürfte den Papieren der Wolfsburger weiteren Rückenwind verleihen, sagte ein Händler. Volkswagen habe allerdings mindestens zehn Milliarden Dollar für Zivilklagen zurückgestellt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

          Am Abend wurde verlautbart, dass es eine Grundsatzeinigung mit den amerikanischen Behörden geben habe. Details wurden nicht genannt. Die Lösung umfasse die Option, dass VW einen Großteil der betroffenen Dieselwagen zurückkaufe und zudem "substantiellen Schadenersatz" an die Besitzer zahle, sagte Richter Charles Breyer bei der Anhörung in San Francisco. VW wies zurück, dass ähnliche Vereinbarungen für andere Länder getroffen werden müssten. "Die sich nun abzeichnenden Regelungen in den Vereinigten Staaten werden in Verfahren außerhalb der Vereinigten Staaten keine rechtlichen Wirkungen entfalten", sagte ein Konzernsprecher.

          Der Dax, der den Tag mit Aufschlägen begonnen hatte, rutschte am frühen Mittag in die Verlustzone und ging am Ende doch mit einem Aufschlag von 0,1 Prozent bei 10.436 Punkten aus dem Handel. Die EZB-Sitzung lieferte ebenso wenig entscheidende Impulse wie durchwachsene amerikanische Konjunkturdaten. So hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im April überraschend deutlich eingetrübt. Gleichzeitig waren aber positive Signale vom Arbeitsmarkt gekommen.

          Der Kurs des Werbevermarkters Ströer fiel nach einer kritischen Studie des Research-Dienstes Muddy Waters um 18 Prozent. Allerdings ist Muddy Waters dafür bekannt, auf fallenden Kurse zu setzen.

          Verluste mussten auch die Aktionäre des Biotech-Unternehmens Morphosys verdauen. Nach einem Rückschlag bei einem Mittel gegen Muskelerkrankungen fällt der Kurs um 17 Prozent.

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