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Marktbericht : Euro hält sich über 1,10 Dollar

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Der Dax lässt zwar nach dem „Nein“ der Griechen Federn, das Minus fällt aber geringer aus als zunächst erwartet Bild: AP

Der Euro trotzt dem „Nein“ der Griechen und hält sich über 1,10 Dollar. Der Dax lässt Federn, das Minus fällt aber geringer aus als befürchtet.

          Der deutsche Aktienmarkt hat das Nein im Griechenland-Referendum besser verkraftet als erwartet. Anfängliche Verluste konnten bis zum Montagmittag deutlich reduziert werden. Der Rücktritt des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis wurde dabei von Börsianern als Stütze für den Markt gesehen.

          Der Dax schloss 1,5 Prozent tiefer bei 10.891 Punkten. Vorbörslich war er zeitweise noch mehr als 3 Prozent unter dem Freitagsschluss gehandelt worden. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex aber auch bereits 3,8 Prozent an Wert eingebüßt.

          Der Euro hat ebenfalls mit Kursverlusten auf das "Nein" der Griechen zum Reformkurs der Geldgeber reagiert. Die Gemeinschaftswährung rutschte bis auf 1,10 Dollar ab, und notiert bei 1,107 Dollar.

          Die New Yorker Wall Street zeigt sich von dem Referendum wenig beeindruckt. Der Dow Jones Industrial verliert 0,2 Prozent auf 17.692 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index sinkt um 0,25 Prozent auf 2072 und der Auswahlindex Nasdaq 100 0,2 Prozent auf 4424 Punkte.

          Bereits am frühen Morgen hatten die asiatische Leitbörse in Tokio zu kämpfen gehabt. Dort fiel der Nikkei-Index um 2,3 Prozent auf 20.062 Punkte. Der Shanghai Composite legte dagegen 0,2 Prozent auf 3694 Zähler zu. Das hat aber nichts mit den Folgen des griechischen Referendums zu tun. Hier stoppte eine massive staatliche Intervention vom Wochenende erst einmal den Ausverkauf der vergangenen Wochen.

          Deutsche Staatsanleihen etwas fester

          Deutsche Staatsanleihen notierten am Montag kaum fester. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um 2,6 Basispunkte auf 0,76 Prozent. Diese Bewegung könnte aber fast zufällig sein.

          Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen aus Italien und Spanien stiegen um 14 bzw. 16 Basispunkte, die portugiesischer Anleihen sogar um 24 Basispunkte. Verglichen mit dem Höhepunkt der Eurokrise ist das eine verhaltene Reaktion. Auch liegt das absolute Zinsniveau in diesen Ländern viel tiefer als damals.

          Ausschlaggebend ist in erster Linie die Zusicherung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Euro mit allen Mitteln zu verteidigen. In Griechenland fiel die Marktreaktion viel heftiger aus. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg um 3,25 Prozentpunkte auf 17,27 Prozent. Indes werden griechische Staatsanleihen kaum gehandelt.

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