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Energiewerte : Aktie von Burren Energy läuft wie geölt

  • Aktualisiert am
Ölsuche bei Burren Energy
          2 Min.

          In den vergangenen Monaten waren immer wieder Berichte zu lesen, die sich über die Seltenheit von Börsengängen beklagten und darüber, daß sich die Aktien der „seltenen Kandidaten“ nach dem Börsengang oft nicht sonderlich gut entwickelten. Aber es gibt kaum eine Regel ohne Ausnahme. Wer im vergangenen Dezember bei der Aktie von Burren Energy zugriff, kann zumindest nach sechs Monaten von einem richtigen Glücksgriff reden: Die Aktie hat in diesem Zeitraum mehr als 120 Prozent auf zuletzt 282,25 britische Prence zugelegt.

          Mit reinem Glück dürfte die Kursentwicklung nichts zu tun haben, auch wenn es in Form der jüngsten Diskussion über die Knappheit von und die Versorgung mit Rohstoffen eine periphere Rolle gespielt haben mag. Immerhin ist das Unternehmen mit der Suche nach, der Förderung und dem Transport von Öl und Gas beschäftigt. Dabei ist es vor allem in Turkmenistan, dem Kongo und Ägypten aktiv.

          Steigender Umsatz und Gewinn

          Und das offensichtlich ziemlich erfolgreich. Es konnte im vergangenen Jahr den Umsatz in fortgeführten Geschäftsfeldern im Vergleich mit dem Vorjahr um 62 Prozent auf 47,1 Millionen Pfund steigern, der Nettogewinn legte sogar um 147 Prozent auf 15,8 Millionen Pfund und der Casflow um 128 Prozent auf 28,5 Millionen Pfund zu. Der Nettocashbestand lag bei 17,6 Millionen Pfund zum Ende des vergangenen Jahres.

          Das Unternehmen will im laufenden Jahr 20 neue Quellen bohren, von denen zwei zur Förderung ausgebaut werden sollen. Nach den ersten vier Monaten hatte es die gesicherten und als wahrscheinlich nachgewiesenen Reserven von 119 Millionen auf 133 Millionen Barrel Öl gesteigert. Im dritten Quartal soll die vollständige Erschließung der ersten Quelle in diesem Jahr abgeschlossen sein. Insgesamt sollen im laufenden Jahr 41 Millionen Pfund in Entdeckung und Entwicklung investiert werden. Und das mit Kostenbewußtsein. „Das Bohren in Gebieten wie Turkmenistan kann teuer sein. Wir halten unsere Kosten allerdings unter Kontrolle, indem wir eigene Ausrüstung verwenden und Personal vor Ort rekrutieren,“ erläuterte Unternehmenschef Finian O'Sullivan seine Strategie.

          Unternehmen erschließ sich weitere Ertragsquellen

          Ende des vergangenen Jahres wurden in Turkmenistan im Burun-Ölfeld mit 98 Quellen 14.000 Barrel Öl pro Tag gefördert. Weitere 55 Quellen warteten damals auf die weitere Erschließung. Beim Transport operiert das Unternehmen mit acht langfristig geleasten Tankern, die im Kaspischen Meer, der Wolga und dem südrussischen Kanalsystem operieren. Auch die Förderung und die weitere Erschließung der Ölvorkommen im Kongo laufen auf Hochtouren. Dazu wurden unter anderem die Daten seismischer Bodenuntersuchungen erworben. Im erst im Jahr 2001 entdeckten Kouakouala-Feld wurden Ende des vergangenen Jahres 1.200 Barrel Öl pro Tag gefördert und in eine Pipeline gespeist, die das Öl zu einem Exportterminal bei Djeno transportiert.

          Insgesamt scheint sich das Unternehmen dynamisch weiter zu entwickeln und dürfte auf dieser Basis Umsatz und Gewinn weiter steigern können. Dabei ist die Aktie mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 14,7 und 13,2 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr nicht einmal sonderlich teuer. Vor allem dann, wenn sich der Ölpreis auf erhöhtem Niveau halten sollte, dürfte sie weiterhin einen Blick wert sein. Eine Absicherungsstrategie gegen unliebsame Überraschungen dürfte aber auch hier nicht schaden.

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