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Emissionsvolumen steigt : Gute Aussichten für Börsengänge

2014 soll ein gutes Jahr für Börsengänge werden Bild: dpa

Die Zahl der Börseneinführungen wächst leicht, das weltweite Emissionsvolumen steigt im laufenden Jahr sogar um ein Viertel. Besonders dynamisch hat sich laut einer Studie von Ernst & Young der amerikanische Markt entwickelt.

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          In diesem Jahr hat der Markt für Börsengänge auf der ganzen Welt an Dynamik gewonnen. Wegen eines starken vierten Quartals sind sowohl die Zahl als auch das Emissionsvolumen der Börseneinführungen höher als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Insgesamt 864 Unternehmen schafften im laufenden Jahr den Sprung auf das Börsenparkett, nach 837 Gesellschaften im Jahr 2012. Das entspricht einem Plus von 3 Prozent. Deutlich stärker ist dagegen das Emissionsvolumen gewachsen: von 129 auf 163 Milliarden Dollar und damit um 27 Prozent. Nun haben die Börsengänge (IPOs) in etwa wieder das Volumen des Jahres 2011 erreicht, als noch 1241 Unternehmen an die Börse gingen. Das zeigt zudem einen Trend hin zu großen Transaktionen.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Besonders dynamisch hat sich der amerikanische Markt entwickelt. Hier fanden 222 Börsengänge statt, nach 133 im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg um zwei Drittel. In Europa ist zwar die absolute Zahl der Börsengänge zurückgegangen, das Volumen hat sich allerdings von 13 Milliarden auf 30 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. „Lange hatte die Schulden- und Konjunkturkrise den europäischen IPO-Markt gebremst“, sagt Martin Steinbach, Leiter des Bereichs Börsengänge und Listing Services von Ernst & Young. Im laufenden Jahr scheine aber das Vertrauen der Investoren und der Emittenten deutlich gestiegen zu sein.

          Aufwärtstrend setzt sich 2014 fort

          In Deutschland schafften sieben Gesellschaften den Sprung auf das Börsenparkett. Darunter befand sich der deutsche Wohnimmobilienkonzern LEG Immobilien, mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Dollar zugleich das drittgrößte IPO in Europa. Noch größer waren nur die Privatisierung der britischen Royal Mail (fast 3,2 Milliarden Dollar) sowie der Börsengang des ebenfalls britischen Unterhaltungskonzerns Merlin Entertainments (1,7 Milliarden Dollar). Rund die Hälfte der Börsengänge fand der Studie zufolge in Schwellenländern statt, wobei dort nur mehr als ein Drittel des insgesamt aufgenommenen Kapitals eingeworben wurde. Der größte Börsengang erfolgte mit dem Versicherer BB Seguridade Participaçõs SA in Brasilien (5,7 Milliarden Dollar).

          Im kommenden Jahr dürfte es auf dem Markt für Börsengänge weiter aufwärtsgehen, heißt es in der Studie: wegen verbesserter Konjunkturaussichten, niedriger Zinsen und auch dank der Wiedereröffnung der chinesischen Börsen für neue Listings. In dem mit Abstand aktivsten IPO-Markt der Welt hat es in diesem Jahr eine von der chinesischen Börsenaufsicht verordnete Zwangspause gegeben. Allein für das erste Quartal erwarte man hier 50 Börsengänge, auf der ganzen Welt 250 bis 300 mit einem Gesamtvolumen von 35 bis 45 Milliarden Dollar.

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