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Elektrische Industrie : Aktie von AS Harju Elekter noch nicht teuer

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Der Chart zeigt die Entwicklung der Aktie von Harju Elekter an der Börse Stuttgart in den vergangenen Monaten Bild:

Deutliche Kursgewinne konnte in den vergangenen Jahren die Aktie des estnischen Unternehmens Harju Elekter verbuchen und einen Aufwärtstrend etablieren. Umsatz und Gewinn steigen, die Bewertung ist noch günstig.

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          Die Börsen der neuen EU-Staaten erlebten im Vorfeld des Beitritts und auch noch danach einen wahren Boom. Beispielsweise die Aktienindizes der baltischen „Tigerstaaten“. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Denn nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs und nun mit dem Anschluß an die westlichen Marktwirtschaften nahm nicht nur die binnenwirtschaftliche Dynamik zu, sondern auf Grund der vorteilhaften Standortbedingungen nahmen auch die Exportchancen zu.

          Ein Unternehmen, das von dieser Entwicklung profitiert haben dürfte, ist die estnische AS Harju Elekter. Es stellt unter anderem elektrische Ausrüstungsgegenstände für die Telekommunikationsindustrie her, die auch nach Finnland, Schweden, Lettland und Litauen exportiert werden. Daneben betreibt es auch verschiedene Geschäfte, die mit diesen Produkten handeln und Wasserheizungs- und Wärmespeichergerätschaften importieren und vertreiben.

          Umsätze und Ertrag nehmen im Trend zu

          Das Unternehmen scheint in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewirtschaftet zu haben. Denn die Umsätze wurden ausgeweitet und auch die Gewinnentwicklung zeigt im Trend nach oben. Die Aktie hat seit einem Zwischentief im Oktober des Jahres 2001 bei 1,474 Euro inzwischen etwas mehr als 500 Prozent zugelegt und erreichte am Donnerstag mit 9,12 Euro zumindest auf Tageschlußbasis ein neues Allzeithoch. Auch hier zeigt der Trend nach wie vor nach oben.

          In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres konnte AS Harju Elekter den Umsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 33,9 Prozent auf 215,2 Millionen estnische Kronen oder umgerechnet 20,1 Millionen Euro steigern. 77,6 Prozent des Umsatzes kamen dabei aus dem Verkauf von Industrieprodukten, der Rest aus dem Zwischenhandel und den Dienstleistungen. 47,7 Prozent der Umsätze wurden Estland erzielt, 38,5 Prozent in Finnland und 11,4 Prozent in Litauen.

          Aktie nach wie vor günstig bewertet

          Der operative Gewinn des Unternehmens legte im Jahresvergleich um 70,4 Prozent auf 24,02 Millionen estnische Kronen oder 1,5 Millionen Euro zu. Die Umsatzrendite stieg um 1,6 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. Im dritten Qaurtal lag die Umsatzrendite sogar bei 11,2 Prozent. Dagegen ging der Nettogewinn, der zu einem großen Teil auch aus Beteiligungen und Finanztransaktionen resultiert, auf Grund von Abschreibungen um 14,4 Prozent auf 94,82 Millionen Kronen, 6,04 Millionen Euro oder 1,12 Euro je Aktie zurück.

          Alleine schon auf Basis der Neun-Monatszahlen ist die Aktie des Unternehmens mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von etwas mehr als acht noch günstig bewertet. Eine Dividendenrendite von etwas mehr als fünf Prozent dürfte ebenfalls nicht völlig uninteressant sein. Auch das anhaltende operative Wachstum spricht in Verbindung mit den nach wie vor günstigen konjunkturellen Verhältnissen in den baltischen Staaten nach wie vor für den Wert. Absicherungsstrategien dürften allerdings auch hier nicht schaden.

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