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Edelnotizbuch-Hersteller : Moleskine schafft Börsendebüt

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Schreiben wie Ernest Hemingway und Bruce Chatwin mit Notizbüchern von Moleskine. Bild: picture alliance / Tone Koene

Das italienische Unternehmen Moleskine kann an seinem ersten Tag an der Börse in Mailand einen Erfolg verbuchen. Die Aktie des Edel-Notizbuchherstellers stieg in einem schwachen Marktumfeld um bis zu 3 Prozent.

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          Der Edel-Notizbuchhersteller Moleskine ist mit Kursgewinnen an der Mailänder Börse aufgenommen worden. Die Aktien der italienischen Luxusmarke legten am Mittwoch in einem schwachen Marktumfeld zeitweise um 3 Prozent auf 2,39 Euro zu, nachdem sie zu 2,30 Euro zugeteilt worden waren. Das Unternehmen stellt meist in schwarz gebundene Notizbücher her, die sich an französischen Skizzenbüchern aus dem 19. Jahrhundert orientieren.

          Es ist der erste Börsengang seit einem Jahr, als der Edel-Kaschmir-Schneider Brunello Cucinelli seine Aktien an den Markt gebracht hatte. Börsenchef Raffaele Jerusalmi begrüßte das Moleskine-Debut: „Ich höre die Sorgen, dass Italien ja nicht einmal eine Regierung hat. Deswegen ist es in dieser Zeit der Unsicherheit umso wichtiger, dass wir einen Börsengang haben.“ Moleskine nimmt durch die Ausgabe der Aktien etwa 244 Millionen Euro ein. Der größte Teil dieses Geldes geht an die Eigentümer, die Finanzinvestoren Syntegra Capital und Index Ventures sowie an Gründer Francesco Franceschi. Ein Teil wird zum Schuldenabbau verwendet. Die Käufer der Papiere kommen nach Angaben des Unternehmens aus Italien und anderen europäischen Ländern, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Asien.

          Beflügelt durch florierende Verkäufe in Asien und Amerika steigerte Moleskine den Umsatz im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 78 Millionen Euro. Das Unternehmen stellt neben den schwarzen Kladden, die an die Skizzenbücher von Berühmtheiten wie Ernest Hemingway und Bruce Chatwin erinnern sollen, auch Kalender und Taschen her und ist bereits die vierte italienische Luxusmarke, die in den vergangenen beiden Jahren den Gang an die Börse gewagt hat. 2011 gaben die Edel-Modekonzerne Prada und Salvatore Ferragamo erfolgreiche Einstände an der Börse in Hongkong und Mailand.

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