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Anlagestrategie : Dow Dogs haben Konkurrenz bekommen

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Welche „Dogs” bringen mehr Gewinn? Bild: dpa

Dividendenstarke Dow Jones-Werte schnitten oft besser ab als der Dow. Mit ehemaligen Dow-Titeln funktioniert das Spiel aber noch besser.

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          Mit der Dog of the Dow-Theorie wurden in der Vergangenheit ganz gute Ergebnisse erzielt. Doch die zehn Aktien aus dem Dow Jones Industrial Average (DJIA), die zu Jahresbeginn die höchste Dividendenrendite aufweisen, sind offenbar in die Jahre gekommen.

          Im Jahr 2001 fielen die Kurse der Dog of the Dow-Vertreter im Schnitt um 7,8 Prozent, während der DJIA nur ein Minus von 7,1 Prozent hinnehmen musste. Erst unter Berücksichtigung der Dividendengutschrift hellt sich das Bild wieder etwas zu Gunsten der Dog of the Dow-Werte auf. Da steht für sie ein Abschlag von 4,9 Prozent zu Buche und für alle 30 DJIA-Titel von 5,4 Prozent.

          Dow Descendants erringen zweiten Sieg in Folge

          Im Wettstreit mit den so genannten Dogs of the Dow Descendants hilft den traditionellen Dogs of the Dow aber auch die Zusatzberechnung nicht mehr. Denn die zweite Gruppe, die sich aus ehemaligen Mitgliedern des DJIA zusammen setzt, musste im Jahr 2001 nur ein Kursminus von 0,8 Prozent wegstecken. Inklusive Dividendengutschrift ergab sich sogar ein Plus von 2,8 Prozent. Im Jahr 2000 war der Vorsprung der Descendant Dogs übrigens noch deutlicher ausgefallen. Damals lauteten die Vergleichswerte 23 Prozent, 6,3 Prozent (Dow Dogs) und 4,7 Prozent (DJIA).

          Diese Bilanz macht natürlich neugierig, wie sich die beiden Gruppen in diesem Jahr zusammen setzen. Zu den Dogs of the Dow zählen in 2002 Philip Morris, Eastman Kodak, Caterpillar, DuPont, Exxon Mobil, General Motors, International Paper, Merck, J.P. Morgan Chase und SBC Communications. Die Dogs of the Dow Descendants bestehen aus ConAgra Foods, Cooper Industries, Dow Chemical, Goodrich, Goodyear Tire & Rubber, Marathon Oil, R.J. Reynolds Tobacco Holdings, U.S. Steel, Vector Group und Verizon Communications.

          Verschieben sich die Kräfteverhältnisse wieder?

          Interessant ist nun noch folgendes: Die Dogs of the Dow brachten auf Basis der Kurse vom Jahresanfang diesmal eine Dividendenrendite von 3,48 Prozent, während die Descendant Dogs 4,09 Prozent brachten. Mit einer Differenz von 0,61 Prozentpunkten ist der Abstand zwischen den zwei Gruppen zugunsten der Dow Dogs geringer geworden. Im Vorjahr betrug der Renditevorsprung der Descendant Dogs nämlich noch 1,25 Prozentpunkte. Diese Entwicklung könnte vermuten lassen, dass die Descendant Dogs einen Teil ihres Bewertungsvorsprungs eingebüßt haben und dadurch das Endergebnis beim Kampf um Performance in diesem Jahr offener geworden ist.

          Ob die Descendant Dogs zum dritten Mal in Folge besser abschneiden als die Dow Dogs, wird aber auch davon abhängen, ob mittelgroße Unternehmen in Mode bleiben werden. Schließlich weisen die meisten Descendant Dogs nur Marktwerte zwischen einer und zehn Milliarden Dollar auf. Alle Dow Dogs, außer Eastman Kodak, werden hingegen mit über zehn Milliarden Dollar bewertet. Kommen große Unternehmen wieder mehr in Mode, würde dies die Chance der Dow Dogs weiter erhöhen.

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