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Douglas-Aktie : Für einen Einstieg könnte es schon zu spät sein

Der Buchhandel ist das Sorgenkind von Douglas Bild: dapd

Am Mittwoch rutschte die Douglas-Aktie noch deutlich ab, am Donnerstag legt sie dank bestätigter Übernahmeverhandlungen um so mehr zu. Für einen Einstige könnte es jetzt aber schon zu spät sein.

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          Ein seltenes Auf und Ab des Kurses erleben dieser Tage die Aktionäre der Douglas Holding Holding. Am Mittwoch war der Kurs nach Vorlage der Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal um 10 Prozent gefallen, am Donnerstag nun steigt er gleich um 25 Prozent.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hintergrund ist die Tatsache, dass der Einzelhändler bestätigt hat, Verkaufsgespräche mit Finanzinvestoren zu führen. Dabei gehe es um einen möglichen Erwerb einer wesentlichen Beteiligung, etwa in Form eines öffentlichen Übernahmeangebots. Bisher lägen allerdings weder verbindliche Angebote vor noch seien Struktur und Finanzierung einer etwaigen Transaktion geklärt. Aus Kreisen wurde verlautet, dass zu den interessierten Investoren Apax sowie BC Partners zählten.

          Aktionäre und Finanzinvestoren ziehen an einem Strang

          Die Verhandlungen würden von „nicht unerheblich beteiligten Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats“ geführt, möglicherweise werde das im MDax und dem FAZ-Index gelistete Unternehmen sogar von der Börse genommen.

          Dabei handelt es sich um die Gründerfamilie Kreke. „Die Familie Kreke steht voll und ganz hinter der Douglas-Gruppe und erwägt, Anteile zusammen mit Finanzinvestoren aufzustocken“, sagte Vorstandschef Henning Kreke am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

          Die Familie Kreke ist mit etwas mehr als 12 Prozent zweitgrößter Aktionär des Handelskonzerns und stellt mit Henning Kreke den Vorstandschef. Erst Anfang Oktober kaufte sie über ihr Investment-Vehikel Lobelia Aktien im Wert von mehr als 4,5 Millionen Euro. Weitere Großaktionäre sind die Oetker-Gruppe, die etwas mehr als ein Viertel an Douglas hält sowie der Eigentümer der Drogeriekette Müller, Erwin Müller mit rund 10 Prozent.

          Hoffen auf mehr Transaktionen

          Sollte Douglas von der Börse genommen werden, wäre das im derzeitigen Umfeld eine vergleichsweise große Transaktion für Finanzinvestoren, die besonders in Europa seit Beginn der Finanzkrise in dieser Hinsicht kaum noch medienwirksam in Erscheinung getreten sind. Lediglich Apax ist kaufte im vergangenen Monat für 2 Milliarden Dollar das Schweizer Mobilfunkunternehmen Orange von France Telecom.

          Insofern sind die Kursaufschläge auch zum Teil damit zu begründen, dass sich Hoffnungen regen, Finanzinvestoren könnten wieder stärker in Erscheinung treten und die Börsenkurse steigen lassen.

          Sorgenkind Thalia

          Nach den am Mittwoch vorgelegten Zahlen dürfte Douglas aber auch als ein für ein Engagement von Finanzinvestoren gut geeignetes Unternehmen gelten, da es zum einen Substanz hat, es zum anderen aber strukturelle Probleme gibt, die eine Wertsteigerung möglich erscheinen lassen.

          Das nach dem Krieg gegründete Unternehmen betreibt derzeit etwa 2.000 Filialen und beschäftigt mehr als 25.000 Mitarbeiter in 17 Ländern Europas. Zu den wichtigsten Marken gehören die gleichnamige Parfümerie-Kette, der Juwelier Christ sowie die Buchhandelssparte Thalia. Gerade diese ist es, die ein Engagement für Finanzinvestoren interessant machen könnte. Die steigende Bedeutung des Online-Buchhandels und von E-Books setzt die Sparte unter Druck.

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