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Technische Analyse : Diese Aktien bremsen das Depot aus

  • -Aktualisiert am

Wie laufen Europas Aktien? Händler an der New Yorker Börse interessiert das auch. Bild: Reuters

Die intensive Diskussion um steigende Zinsen belastet vor allem europäische Versorgeraktien, aber auch die Wertpapiere von einer anderen Branche stehen nicht gut da.

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          Bei einigen europäischen Standardwerten aus dem Stoxx 50 und dem Euro Stoxx 50 ist es gerade in den vergangenen Wochen zu einer technischen Eintrübung gekommen. Auf der einen Seite sorgt die intensive Diskussion bezüglich einer Zinswende - speziell in den Vereinigten Staaten - für eine relative Schwäche von klassisch zinssensitiven europäischen Bereichen wie dem Versorger-Sektor. Auf der anderen Seite handelt es sich hierbei zum Teil um Aktien mit einem Geschäftsschwerpunkt Telekommunikation und/oder Schwellenländer.

          Bei diesen Aktien bietet sich ein Tausch oder Verkauf an. Es handelt sich aus dem Stoxx 50 um den belgischen Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev, den dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk und die britischen Telekom-Werte BT und Vodafone. Aus dem Euro Stoxx 50 kommen noch der niederländisch-belgische Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize, der finnische Telekomzulieferer Nokia und der spanische Telekomkonzern Telefónica hinzu.

          Nokia bleibt ein Verkauf

          Der finnische Euro-Stoxx-50-Titel Nokia hat seinen Geschäftsschwerpunkt mittlerweile im Zuliefererbereich für Telekommunikation. Ausgehend von dem vorherigen Baisse-Tief bei zirka 1,30 Euro (Juli 2012), hatte sich Nokia der Hausse an den europäischen Aktienmärkten angeschlossen. Hierbei wurden die Umstrukturierung und die Transformation des Geschäftsmodells von der Börse honoriert, und die Aktie stieg in einem stabilen Hausse-Trend bis zum April 2015 bis auf Kurse um 7,90 Euro. Parallel mit der einsetzenden Gesamtmarktschwäche an den europäischen Aktienmärkten und der Ankündigung der Übernahme von Alcatel-Lucent brach die technische Hausse mit einem übergeordneten Gewinnmitnahmesignal ab. In den Folgemonaten etablierte Nokia einen Korrektur-Trend, der sich in den zurückliegenden Monaten zu einem stabilen Baisse-Trend ausgeweitet hat.

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          Dieser Baisse-Trend liegt aktuell bei zirka 6,40 Euro. In den Jahren 2014 bis 2016 hatte die Aktie bei Kursen um 4,90 Euro und im Jahresverlauf 2016 zusätzlich bei zirka 4,50 Euro jeweils Unterstützungszonen herausgebildet. Nokia war im Mai und im Oktober 2016 mit neuen Verkaufssignalen durch diese jeweiligen Unterstützungszonen gerutscht und hat im November 2016 mit Kursen um 3,7 Euro neue Baisse-Tiefs gesetzt. Auch wenn die Aktie aufgrund der überverkauften Struktur eine Stabilisierungschance aufweist, fehlen aufgrund des intakten Baisse-Trends die technischen Hinweise auf den Eintritt in eine Bodenformation. Aus technischer Sicht bleibt Nokia ein Verkauf beziehungsweise ein Tausch.

          Vodafone überzeugt nicht

          Die britische Vodafone Group ist ein auf der ganzen Welt tätiges Mobilfunkunternehmen, das auch in vielen Schwellenländern tätig ist. Die Aktie befindet sich nach der Baisse von Februar 2000 (Kurse um 570 britische Pence; Kurse bereinigt um zwischenzeitliche Kapitalmarktaktivitäten) bis September 2002 (Baisse-Tief bei zirka 111 britischen Pence) seit 14 Jahren in einer ganz moderaten langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese ist aber seit dem Jahreswechsel 2010/2011 bereits in eine Seitwärtspendelbewegung übergegangen. Diese sechsjährige Seitwärtspendelbewegung wird einerseits durch die gestaffelte Unterstützungszone von 179 bis 195 britischen Pence und andererseits von der gestaffelten Widerstandszone von 250 bis 256 britischen Pence begrenzt.

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