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Dienstleister : Aktie von CTS Eventim läuft weiter nach oben

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Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von CTS Eventim in den vergangenen Jahren Bild:

Die Aktie von CTS Eventim konnte in den vergangenen Jahren deutliche Kursgewinne verbuchen, der Trend zeigt weiterhin nach oben. Das Unternehmen profitiert zur Zeit unter anderem von einer „Weltmeisterschafts-Sonderkonjunktur“.

          Totgesagte leben an der Börse manchmal nicht nur länger, sondern auch noch hervorragend. Das gilt beispielsweise für die Aktie von CTS Eventim. Hatte sie vom Hoch im Jahr 2000 bis zum Tief im Juli des Jahres 2002 satte 97,5 Prozent ihres Wertes verloren, so hat sie das inzwischen wieder mehr als wettgemacht.

          Ausgehend vom Tief bei einem Euro hat das Papier nicht nur einen Aufwärtstrend etabliert, sondern inzwischen sagenhafte 3.885 Prozent zugelegt auf zuletzt 39,5 Euro. Und der Trend zeigt weiterhin nach oben.

          Zum Teil deutliche Umsatz- und Gewinnzuwächse

          Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Denn das Unternehmen hat schon immer beachtliche Umsätze erzielt und sie in den vergangenen Jahren im Trend sogar leicht gesteigert. Gleichzeitig ist es im Jahr 2002 gelungen, in die Gewinnzone zu kommen und den Gewinn seitdem deutlich zu steigern. Und diese positive Entwicklung scheint weiterzugehen.

          Das zeigt sich unter anderem an den am Mittwoch vorgelegten Halbjahreszahlen. CTS Eventim konnte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 18,5 Prozent auf 144,3 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verbesserte sich um 51 Prozent auf 20,7 Millionen Euro und das Konzernergebnis konnte von 5,3 auf 9,2 Millionen Euro oder 77 Cent je Aktie verbessert werden. Der Cashflow stieg nach 11,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 16,5 Millionen Euro. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können.

          Dabei sorgte nach Unternehmensangaben das so genannte „Ticketing“ für einen Ertragsschub. Bei einem Umsatz vor Konsolidierung zwischen den Segmenten von 33,3 Millionen Euro, davon entfallen auf Sonderprojekte FIFA Confederations Cup und FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 rund 8,6 Millionen Euro, konnte das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen mit 10,5 Millionen Euro mehr als verdreifacht werden.

          Unternehmen lebt zur Zeit auch von einer „Weltmeisterschafts-Sonderkonjunktur“

          Zur Ergebnisverbesserung trug neben den Sonderprojekten der margenstarke Ticketverkauf über das Internet bei. Rund 40 Millionen Musik- und Eventfans besuchten die Konzernportale und kauften mehr als 1,5 Millionen Tickets, eine Steigerung von 68 Prozent. Die über das Internet verkauften WM- Tickets sind hierin nicht berücksichtigt. Die Bruttomarge lag im Ticketing bei 53,1 Prozent, die operative Marge bei 31,6 Prozent. Nach der außergewöhnlichen Konzertsaison im Vorjahr weisen auch die ersten beiden Quartale des Jahres 2005 im Segment Live- Entertainment eine hohe Veranstaltungsdichte aus. Der Umsatz wuchs um sechs Prozent auf 112,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag mit 10,2 Millionen Euro allerdings leicht unter dem Vorjahr.

          Für die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich der Vorstand optimistisch. Im Fokus des Geschäftsjahrs 2005 steht der Ausbau des Kerngeschäfts im In- und Ausland, das Ticketing für die FIFA Fußball- Weltmeisterschaft Deutschland 2006 sowie eine weitere Verbesserung der Ergebnissituation.

          Die Aktie des Unternehmens reagiert mit einem Plus von einem Prozent auf die Zahlen und setzt damit ihren Aufwärtstrend fort. Genau der dürfte auch das stärkste Argument sein, der für die Aktie spricht. Denn mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 35,7 und 25,43 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr ist die Aktie kein Schnäppchen. Vor allem wenn man berücksichtigt, daß das Unternehmen im Moment stark von einer „Weltmeisterschafts-Sonderkonjunktur“ profitiert. Sobald sie wegfällt, dürfte das Geschäft etwas gemächlicher laufen. In diesem Sinne dürften sich regelmäßig angepaßte Absicherungsstrategien empfehlen.

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