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Uniper-Börsengang : Deutsche Aktien schließen schwächer

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Johannes Teyssen, der Vorstandsvorsitzende von Eon, bringt heute die Kraftwerkstochter Uniper an die Börse. Bild: dpa

Die Furcht vor bald steigenden Zinsen hat den deutschen Aktienmarkt fest im Griff, die Kursverluste nehmen zu. Der Uniper-Börsengang steht im Fokus.

          Spekulationen über eine nahende Zinserhöhung in Amerika haben Anlegern zu Wochenbeginn gehörig die Laune verdorben. Der Dax weitete seine jüngsten Kursverluste aus und fiel um 1,4 Prozent auf 10.423 Punkte. Der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index verlor 1,2 Prozent auf 2094 Punkte.

          Die Furcht vor bald steigenden Zinsen hatte schon dem Dow Jones Industrial am Freitag den größten Tagesverlust seit dem Brexit-Votum eingebrockt. Der regionale Notenbankchef von Boston, Eric Rosengren, hatte sich gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Ansonsten drohe die Wirtschaft Amerikas zu überhitzen, was eine um so raschere Zinsstraffung durch die Notenbank erfordern könne. Die Äußerungen von Rosengren sind beachtlich, weil er normalerweise einer lockeren Geldpolitik zuneigt.

          F.A.Z.-Index

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          Am Montag stabilisiert sich die Wall Street indes. Der Dow Jones Industrial gewinnt 0,3 Prozent auf 18.145 Punkte hinzu, der marktbreite S&P-50-Index sogar 0,5 Prozent auf 2139 Zähler. Die Aufregung habe sich etwas gelegt, sagte ein Beobachter. Offenbar sei die Entwicklung am Freitag bei einem insgesamt dünnen Handelsvolumen etwas außer Kontrolle geraten.

          Der Dax zählte am Montag ausnahmsweise für einen Tag 31 Mitglieder. Ursache ist der Börsengang von Uniper, dem abgespaltenen Kraftwerks- und Energiehandelsgeschäft des Versorgers Eon. Uniper dürfte dann demnächst im Nebenwerte-Index M-Dax gehandelt werden. Analysten schätzen  den Gesamtwert von Uniper auf rund 3 Milliarden Euro. Eon gibt zunächst gut 53 Prozent von Uniper ab.

          Der erste Kurs von Uniper lag bei 10,015 Euro, das bisherige Tageshoch bei 11,05 Euro. An Ende schlossen sie mit 10,30 Euro. Eon schlossen, bereinigt um die Uniper-Abspaltung, 3,2 Prozent tiefer bei 6,95 Euro.

          UNIPER SE NA O.N.

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          Am Tag des Börsendebüts von Uniper präsentierte Konkurrent RWE Details seiner Börsenpläne für die Tochter Innogy. Durch eine Kapitalerhöhung sollen neue Aktien und Aktien aus dem RWE-Bestand an den Markt gebracht werden. RWE verloren 1,7 Prozent.

          Linde fielen abermals stark, diesmal um 7 Prozent. Grund ist der Abbruch der Fusionsgespräche mit dem amerikanischen Konkurrenten Praxair. Bei der Erörterung von Detailfragen hätten sich die Unternehmen nicht einigen können, begründete Linde das Ende der vorläufigen Verhandlungen

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