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Marktbericht : Deutliche Kursverluste am Aktienmarkt

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Aktienanleger haben am Mittwoch den Herbst-Blues gespielt. Als Grund sehen Beobachter eine zunehmende Unsicherheit und die immer schwächeren Konjunkturaussichten.

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          Deutsche Aktien haben am Mittwoch - passend zum Wetter - ein tristes Bild geboten. Neben einigen enttäuschenden Unternehmensberichten gab es Störfeuer von der Konjunktur und von geopolitischer Seite. Unter anderem sorgten die Senkung der deutschen Wachstumsprognose durch die Wirtschaftsweisen sowie Berichte über schweren Artilleriebeschuss in der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk für Abgaben.

          Der Dax verlor am Ende 1,7 Prozent auf 9211 Punkte und liegt damit auf Monatssicht wieder klar im Minus. Der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index gab 1,5 Prozent auf 1894 Zähler nach. „Die Marktteilnehmer halten sich seit Monatsbeginn auffällig deutlich zurück“, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Eine mögliche Erklärung sieht der Experte im Ausmaß der Erholung seit Mitte Oktober. „Es gibt aber auch eine zweite denkbare Option: An den US-Märkten findet eine Übertreibung statt, die vernünftige Anleger hierzulande nicht mitmachen.“ An der Wall Street war der Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt von Rekord zu Rekord geeilt. Am Mittwoch notierte der Index leicht im Minus, nachdem er am Vortag nur noch mühsam auf einen neuen Höchststand gestiegen war.

          Im Fokus stand zur Wochenmitte einmal mehr die Berichtssaison der Unternehmen - unter anderem mit Eon und der Deutschen Post . Eon-Aktien erreichten ihren Höhepunkt mit plus 2 Prozent bereits in den ersten Handelsminuten und fielen dann deutlich um 3,4 Prozent. Ein dicker Quartalsverlust und maue Geschäftsaussichten verschreckten die Aktionäre des Energiekonzerns, auch wenn einige Analysten noch schlechtere Ergebnisse befürchtet hatten. Auch für RWE , die am Donnerstag ihre Bilanz offenlegen, sind die Anleger skeptisch. Der Aktienkurs fiel um 3,50 Prozent.

          Deutsche Post gaben ebenfalls deutlich um 3,15 Prozent nach. Die Gewinne im Paket- und Expressgeschäft sind im dritten Quartal zwar gestiegen, in der DHL-Frachtsparte belastet aber der Umbau.

          Die Titel der Deutschen Bank verbilligten sich um 1,9 Prozent. Fünf internationale Großbanken hatten sich mit Aufsichtsbehörden in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Schweiz auf Strafen wegen des Devisen-Skandals geeinigt. Gegen die Deutsche Bank wird ebenfalls wegen der Manipulation von Devisenkursen ermittelt. Sie konnte sich allerdings noch nicht mit den Behörden verständigen.

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