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Technische Analyse : Diese Aktien aus dem S-Dax sollten Anleger kennen

  • -Aktualisiert am

Traktorkarosserie in der Produktion von Deutz Bild: action press

Bei den Indextiteln liegt ein differenziertes technisches Bild vor. Deshalb sind Käufe ausgewählter Aktien empfehlenswert.

          4 Min.

          Der S-Dax befindet sich in einer intakten technischen Hausse und liefert ständig neue historische Höchststände. Trotzdem ist und bleibt der S-Dax auch eine Schatztruhe für „Stock-Picker“, also für die Auswahl einzelner Aktien. Bei den Indextiteln liegt nämlich ein differenziertes technisches Bild vor. Zum Beispiel hat der S-Dax mit Werten wie Takkt und Stabilus technische Marathonläufer, also Aktien in sehr langfristigen Aufwärtstrends. Hinzu kommt die Gruppe der Titel, die aufgrund der aktuell attraktiven Gesamtlage kaufenswert sind – wie Deutz, SAF Holland, VTG und Wacker Neuson.

          Auf der technischen Beobachtungsliste sollten Gerry Weber, Rocket Internet und Vossloh stehen, da hier schnell eine grundlegend verbesserte technische Lage entstehen kann. Demgegenüber wären bei S-Dax-Titeln wie Cewe Stiftung, Puma und Sixt Stämme nach den Kursgewinnen der Vorjahre auf dem aktuellen Kursniveau Käufe stark prozyklisch. Der S-Dax hat zurzeit aber auch Werte wie Bertrandt und Patrizia Immobilien, die mit mittelfristigen technischen Eintrübungen zu kämpfen haben.

          Der S-Dax umfasst im streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse die 50 nach Streubesitz kleineren Aktien aus den klassischen Börsenbereichen unterhalb des Dax und M-Dax. Der S-Dax ist so konstruiert und zurückgerechnet, dass er genau wie Dax und M-Dax Ende 1987 bei 1000 Punkten startete. Aus technischer Sicht befindet sich der Index seit März 2009 und 2149 Punkten in einer Bilderbuch-Hausse. Hierbei hat sich seit Oktober 2011, beginnend mit 4108 Punkten, ein stabiler Hausse-Trend herausgebildet.

          Zuletzt lieferte der S-Dax neue historische Höchstkurse

          Die Schwäche am deutschen Aktienmarkt ab April 2015 hat der S-Dax mit einer Seitwärtspendelbewegung unterhalb der Widerstandszone um 9180 Punkte überstanden. Zuletzt hat sich der Index mit mehreren Kaufsignalen nach oben abgesetzt und neue historische Höchstkurse geliefert. Als Konsequenz sollte das nächste mittelfristige technische Etappenziel für 2017 bei 10.500 Punkten liegen. Am Donnerstag lag der Index auf 9880 Punkten. Da der Index in den letzten Jahren zusätzlich eine relative Stärke im deutschen Indexvergleich aufweist, stellt ein S-Dax-Investment, wie es sich zum Beispiel mit einem ETF (Exchange Traded Fund) realisieren lässt, ein technisches Basisinvestment dar.

          Stabilus, deren Geschäftsschwerpunkt die Produktion und der Vertrieb von Gasfedern und hydraulischen Vibrationsdämpfern für die Autoindustrie sowie die Möbel- und Medizintechnik umfasst, ist aktuell auf Basis des Streubesitzes die zweitgrößte Aktie im S-Dax. Deshalb sollte es nicht überraschen, wenn dieser Titel aus mittelfristiger Sicht auch in das Rennen um eine M-Dax-Aufnahme eingreift. Die Aktie von Stabilus bewegte sich nach dem Börsengang im Mai 2014 mit einem Kurs von 21,50 Euro zunächst in einer mittelfristigen Seitwärtspendelbewegung mit der Unterstützungszone von 22,60 Euro und der Widerstandszone um 26,50 Euro. Zum Jahreswechsel 2014/2015 lief die Aktie mit einem Kaufsignal aus dieser Handelspanne heraus und bildete einen idealtypischen Hausse-Trend heraus, bei dem sich Kaufsignale, Aufwärtsschübe und mittelfristige, trendbestätigende Konsolidierungen abwechseln.

          Der zentrale Hausse-Trend bei Stabilus liegt aktuell bei 45 Euro und damit leicht unterhalb der steigenden 200-Tage-Linie. Zum Jahreswechsel 2016/2017 ist die Aktie mit einem neuen Kaufsignal und einem kurzfristigen Aufwärtstrend auf neue historische Höchstkurse gestiegen. Am Donnerstag notierte die Aktie auf 53,76 Euro. Da die technische Gesamtlage eine Fortsetzung der Neubewertung der Aktie andeutet und das nächste mittelfristige Etappenziel bei 60 Euro liegen sollte, ist Stabilus ein technischer Kauf. Trotz der guten technischen Gesamtlage sollte aber jede Stabilus-Position mit einem strategischen Sicherungsstopp bei 42 Euro belegt werden.

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