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Marktbericht : Dax mit Atempause nach Rally und vor Yellen-Rede

  • Aktualisiert am

Die Börse in Frankfurt Bild: dpa

An der Frankfurter Börse bröckeln die Kurse nach einer Woche mit Gewinnen leicht ab. Für Gesprächsstoff sorgen Presseberichte zu möglichen Übernahmen. China spielt dabei wieder eine wichtige Rolle.

          Der Dax hat nach seinem jüngsten Höhenflug am Freitag erst einmal eine Verschnaufpause eingelegt. Vor einer Rede der amerikanischen Notenbankpräsidentin Janet Yellen dürften sich die Anleger zunächst zurückhalten, schrieb Marktanalyst Christian Henke vom Handelshaus IG. Die Finanzmärkte warteten gespannt auf Hinweise für eine nächste mögliche Zinserhöhung.

          In der ersten Handelsstunde sank der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent auf 10.252 Punkte. Auf Wochensicht zeichnet sich damit allerdings ein Kursgewinn von knapp 3,5 Prozent ab. Denn am Donnerstag hatte der Dax in einem ruhigen Feiertagshandel den dritten Tag in Folge zugelegt und auf dem höchsten Stand seit knapp einem Monat geschlossen.

          Der M-Dax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Freitagvormittag 0,2 Prozent auf 20.696 Punkte, während es für den Technologiewerte-Index Tec-Dax um 0,3 Prozent auf 1684,5 Punkte nach unten ging. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 sank um 0,2 Prozent auf 3063,7 Punkte.

          Stada und SGL-Group im Plus

          Bei Einzelwerten sorgten vor allem Übernahmefantasien für Kursgewinne. Im M-Dax setzte sich Stada mit plus 1,1 Prozent an die Spitze. Laut „Handelsblatt“ spricht der Arzneimittelhersteller mit weiteren Finanzinvestoren über eine Übernahme.

          Sogar um 8,6 Prozent schossen die Aktien von SGL Group nach oben - das bedeutete den ersten Platz im S-Dax der geringer kapitalisierten Unternehmen. Dem „Manager Magazin“ zufolge steht der angeschlagene Kohlenstoffspezialist im Visier des staatlichen chinesischen Chemiekonzerns Chemchina. Dessen Vorstandschef soll schon diverse Gespräche mit dem SGL-Chef Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten geführt haben.

          Ansonsten sorgten vor allem Analystenkommentare für Kursbewegungen. An der Dax-Spitze gewannen die Aktien des Industriegase-Spezialisten Linde 0,5 Prozent. Die britische Investmentbank Barclays hatte deren Beobachtung mit einer Kaufempfehlung aufgenommen.

          Mit minus 5,8 Prozent unter Druck standen im S-Dax dagegen die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo). Die Schweizer Großbank UBS stufte sie ab und rät nun zum Verkauf. Am Donnerstag hatten die Aktien noch etwas von positiven Branchennachrichten profitiert. Ähnliches galt für die Aktien des M-Dax-Konzerns Salzgitter, die um 0,9 Prozent nachgaben.

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