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Wochenausblick : Der Weg nach oben an den Börsen bleibt steinig

  • Aktualisiert am

Von einem gelungenen Start ins vierte Quartal kann beim Dax keine Rede sein Bild: dpa

Mit dem Beginn der Berichtssaison könnten Unternehmen wieder stärker in den Anlegerfokus rücken. Technisch bleibt der Dax nach Ansicht vieler Chartanalysten aber angeschlagen.

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          Die Hoffnung auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum in Amerika und steigende Unternehmensgewinne hat Anleger zum Wochenauftakt erneut zum Einstieg in die europäischen Aktienmärkte animiert. Von einem gelungenen Start ins vierte Quartal kann dennoch keine Rede sein. Nach mittelprächtigen Konjunkturmeldungen aus Amerika, China und dem Euroraum ging es zuletzt an den internationalen Börsen abwärts. Der Dax büßte allein in der vergangenen Handelswoche knapp 3 Prozent ein und befindet sich damit seit Jahresbeginn unterm Strich im Minus.

          Immerhin kommen die Aktienindizes an der New Yorker Wall Street im gleichen Zeitraum noch auf ein Plus zwischen 2 bis 5 Prozent. In dieser Woche eröffnet der Aluminiumproduzent Alcoa am Mittwoch traditionell die amerikanische Berichtssaison für das dritte Quartal. In Deutschland geben am Mittwoch der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer und die Südzucker-Tochter CropEnergies einen Vorgeschmack auf die hiesigen Unternehmensergebnisse.

          Dabei sind die Wirtschaftsampeln nach Beobachtung von Claudia Windt nicht überall auf Rot gesprungen. Eine globale Rezession ist der Helaba-Analystin zufolge deshalb unwahrscheinlich. „Dennoch ist das Konjunkturglas nicht mehr halb voll sondern nur noch halb leer.“ Sorgenkind sei nach wie vor der Euroraum, wo mit Deutschland nun auch das Zugpferd schwächele. Ob die EZB-Maßnahmen Früchte tragen werden, könne vermutlich erst nach Vorliegen der Ergebnisse des Bankenstresstests, weiterer begebener EZB-Tender und Anlaufen des Wertpapieraufkaufprogramms beurteilt werden.

          „Zumindest eine Fliege, die Notenbankpräsident Draghi mit seiner Geldpolitik schlagen will, die Abwehr der Deflation, ist mit Veröffentlichung der jüngsten Inflationszahlen im Euroraum in weite Ferne gerückt“, meint Klaus Stopp von der Baader Bank. Im September sei die Teuerungsrate im Euroraum auf 0,3 Prozent gefallen.

          Den technischen Weg zurück in die DAX-Regionen von 9.800 Punkten oder gar 10.050 Zähler beschreibt Robert Halver von der Baader Bank als steinig. „Charttechnisch liegt der Dax mittlerweile deutlich unter der 200-Tage-Linie.“ Ein erster Widerstand warte bei 9.600 Punkten, darüber stünden zwischen 9.700 und 9.750 Punkten die nächste Barrieren. „Aufgrund der charttechnisch angeschlagenen Lage ist eine Überwindung der darüber liegenden Widerstandszone zurzeit wenig wahrscheinlich.“

          „Sollte im Falle einer anhaltenden Korrektur die Unterstützung im Bereich um 9.400 Punkte nach unten durchbrochen werden, rechnet Halver mit weiteren Kursverlusten bis zur darunter liegenden Auffanglinie bei rund 9.200 Punkten. „Die starke Unterstützungszone zwischen 9.000 und 8.900 Punkten gibt allerdings Halt.“

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