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Das iPhone 4 : Sorgt bei Apple und Dialog für Auftrieb

  • Aktualisiert am

Der vierte Streich: Jobs und sein Erfolgsmodell iPhone Bild: REUTERS

Man kann von den Produkten des amerikanischen Technologieunternehmens Apple und Steve Jobs, dessen Spiritus Rector, halten was man will. Sicher ist nur, dass das Unternehmen ernorme Erfolge verzeichnet und die Aktie immer weiter steigt.

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          Aktienanlage kann so einfach sein. Nämlich dann, wenn man sich die Papiere erfolgreicher Unternehmen ins Depot legt und die dagegen verkauft, die im selben Marktsegment auf der anderen Seite stehen. Apple gegen Nokia sind gute Beispiele.

          Während Nokia am Mittwoch eine Gewinnwarnung ausgeben musste, weil das Geschäft mit Smartphones, dem Teil des Marktes für mobile Telekommunikationsgeräte, der besonders margenträchtig ist, nicht gut läuft. Das Unternehmen hat nicht die richtigen Produkte, um die wählerischen Kunden davon überzeugen zu können.

          Starkes, profitables Wachstum mit erfolgreichen Produkten

          Bei Apple ist das krasse Gegenteil der Fall. Denn durch die Einführung und stetige Weiterentwicklung gut aussehender, gut funktionierender und angenehm „handelbarer“ Produkte hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren nach einer Zwischenkrise auf die Erfolgsspur zurückgefunden und kann ungeachtet aller Krisen stark und hoch profitabel wachsen.

          Der Erfolg des Unternehmens am Markt zeigt sich in Form der jüngsten Meldungen, nach welchen es alleine an einem Tag 600.000 Bestellungen für das neu entwickelte iPhone 4 entgegen nehmen konnte. Mittwoch war der erste Tag, an dem das neue Gerät bei Apple und dem Mobilfunkanbieter AT&T, dem exklusiven amerikanischen Vertriebspartner für das neue iPhone, telefonisch vorbestellt werden konnte. Die Anzahl der Vorbestellungen war die höchste, die jemals innerhalb eines Tages für ein Produkt von Apple verzeichnet wurde. Wegen der großen Nachfrage waren bei AT&T keine weiteren Vorbestellungen in den Vereinigten Staaten mehr möglich.

          Erst am Montag hatte Steve Jobs, der Vorstandschef von Apple, diese neue Version des iPhone vorgestellt. Es bietet die Möglichkeit, Video-Gespräche zu führen, ist dünner und verfügt über ein höher auflösendes Display. Das Gerät soll offiziell am 24. Juni in den Vereinigten Staaten , Deutschland, Japan, Frankreich und Großbritannien in die Läden kommen. Kosten wird es in der 16-Gigabyte-Version in den Vereinigten Staaten 199 Dollar. Mit 32-GB-Speicher sind es 299 Dollar. In den vergangenen drei Jahren hatte Apple mehr als 50 Millionen iPhones verkauft. Im vergangenen Jahr entfielen etwas mehr als 30 Prozent aller Erlöse von knapp 43 Milliarden Dollar alleine auf dieses Produkt.

          Apple-Aktie kurz vor neuen Kursrekorden

          Die starke Nachfrage nach dem Produkt dürfte dazu beitragen können, dass die Apple-Aktie in den kommenden Tagen neue Kurshochs wird markieren können, nachdem sie in den vergangenen Tagen unter dem bisherigen, Ende April erreichten Rekordkurs von 271 Dollar leicht konsolidiert hatte. Die Papiere mögen mit Kurs-Gewinnen von 20 und 17 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr optisch nicht sonderlich günstig aussehen. Allerdings wurden hohe Bewertungen in den vergangenen regelmäßig durch starke operative Zahlen bestätigt.

          Bis auf weiteres dürfte sich daran nur wenig ändern. Denn Konkurrenzfirmen unternehmen zwar alles, um den Erfolg des Gerätes zu kopieren oder gar zu übertreffen. Bisher ist das allerdings noch nicht in überzeugender Form gelungen. Neben Apple selbst profitieren vom Erfolg des iPhones auch Zulieferer wie Dialog Semiconductor, deren fair bewertete Aktien nach einer kurzen Zwischenkorrektur ebefalls wieder Kursauftrieb haben oder der Fertiger wie dem taiwanesischen Unternehmen Pegatron Technology, dessen Papiere noch nicht gelistet sind.

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