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Diesel-Skandal : Daimler-Aktie von neuem Diesel-Skandal mäßig beeindruckt

  • Aktualisiert am

Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Bild: dpa

Auch Daimler soll jahrelang die Abgasreinigung in unzulässiger Weise abgeschaltet haben. Doch den Aktienmarkt beeindruckt dies nur mäßig.

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          Medienberichte zur Diesel-Affäre haben am Donnerstag die Aktien von Daimler zu Handelsbeginn unter Druck gebracht. Die Titel fielen gegen vorbörslich zeitweise um mehr als vier Prozent, grenzten dann ihre Verluste ein. Der börsliche Handel eröffnete mit einem Abschlag von 2,5 Prozent, doch auch dieses Minus verringerte sich bald auf nur noch 1,4 Prozent.

          "Ganz neu ist das zwar nicht, aber es sieht so aus, als ob es jetzt dramatischer und drastischer wird", sagte ein Händler. Ermittler verdächtigten den Autobauer, fast ein Jahrzehnt lang Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft zu haben, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Mittwoch. Insgesamt seien mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen, die von 2008 bis 2016 in Europa und den Vereinigten Staaten verkauft worden seien.

          DAIMLER

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          Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Ende Mai eine bundesweite Razzia bei Daimler durchführte, gehe dem Verdacht nach, dass zwei Motorenreihen eine unzulässige Abschalteinrichtung enthielten, berichteten die Medien. Damit sei die Schadstoffreinigung bei den offiziellen Messungen der Behörden auf einem Prüfstand ein- und auf der Straße weitgehend ausgeschaltet worden.

          Daimler habe wohl die Interpretation des technisch Zulässigen zu weit ausgereizt, sagte Jürgen Pieper, Analyst des Bankhauses Metzler der Nachrichtenagentur Bloomberg. Seiner Schätzung nach würde eine Nachbesserung etwa 500 Millionen Euro kosten. Die Regularien hätten einen großen Graubereich gelassen, sagt Frank Biller, Analyst der LBBW. Die Frage sei, wer nun zu hart am Wind gesegelt sei.

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