https://www.faz.net/-gv6-7ii2g

Computerspielehersteller : Ubisoft verliert 32 Prozent in 30 Minuten

Watch Dogs in Aktion Bild: AP

Der Computerspielehersteller Ubisoft verschiebt den Start zweier Computerspiele. Zocker sind genervt, für Aktionäre ist es ein Drama: Der Kurs der Aktie bricht stark ein.

          1 Min.

          Es ist ein Desaster für Ubisoft. Der französische Hersteller von Computerspielen, einer der größten der Welt, gab am Mittwochmorgen die Verschiebung der beiden Computerspiele „Watch Dogs“ und „The Crew“ bekannt. Die Spieler sind sauer. Richtig hart hat es die Aktionäre erwischt: Der Kurs der Aktie brach ein und rauschte um 32 Prozent nach unten auf 7,55 Euro. Innerhalb der ersten 30 Handelsminuten wechselten am Mittwoch so viele Papiere den Besitzer wie sonst in acht Handelstagen. Eröffnet hatte die Aktie noch bei mehr als 11 Euro.

          Statt 125 Millionen Gewinn drohen 70 Millionen Euro Verlust

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Konkret geht es darum, dass die innovative Spielehoffnung „Watch Dogs“ verschoben wurde. Man wollte keine Kompromisse hinsichtlich der Qualität eingehen und das Spiel um jeden Preis wie einst angedacht veröffentlichen, schreiben die Entwickler. Es sei einfach noch mehr Feinschliff als erwartet nötig, heißt es. Dadurch verpasst Ubisoft das wichtige Weihnachtsgeschäft und den Start der neuen Konsolen von Sony und Microsoft. „Das Unternehmen verliert an Glaubwürdigkeit“, schreiben die Analysten der Investmentbank Aurel BGC in einem Kommentar.
          Die Verschiebung der beiden Spiele führte auch unmittelbar zu einer Verlustwarnung. Der Konzern rechnet nun mit einem operativen Verlust von etwa 40 bis 70 Millionen Euro. Zuvor war ein Gewinn von 100 bis 125 Millionen Euro eingeplant. Außerdem wurden auch die Umsatzziele dramatisch gesenkt. Anstatt bis zu 1,45 Milliarden dürfte diese nun nur noch bei etwa 995 Millionen liegen. Beide Spiele sollen im nächsten Geschäftsjahr 2014/15 auf den Markt kommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gestärkt: Der türkische Staatspräsident Erdogan spricht am Sonntag mit türkischen Journalisten

          Türkische Offensive : Erdogans Gewinn

          Wieder einmal stärkt eine Krise, die der türkische Staatspräsident ausgelöst hat, seine innenpolitische Stellung. Die ausbleibende internationale Unterstützung aber dürfte einen hohen Preis haben.
          Zweimal Gündogan: Kimmich schreit seine Erleichterung über die Treffer des Kollegen heraus.

          3:0 für Deutschland : Geduldsspiel in Tallinn

          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss einen frühen Platzverweis von Emre Can verkraften, gewinnt aber nach zähem Beginn 3:0 in Estland. Gündogan trifft zweimal, Werner setzt noch einen drauf.
          Was denkt die Queen über den Brexit? Die britische Königin Elisabeth II. im Mai 2019.

          Brexit-Streit : Die Queen liest Johnson

          Elisabeth II. trägt an diesem Montag im Unterhaus das Regierungsprogramm des Premierministers Boris Johnson vor. Im Zentrum steht der Brexit-Prozess, der gerade in einer entscheidenden Phase ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.