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Chemie-Aktien : Kursabstrafung für Celanese

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Über den Celanese-Werken sind dunkle Wolken aufgezogen Bild: Celanese AG

Land unter beim Aktienkurs von Celanese. Nach einer drastischen Gewinnwarnung avanciert der Chemiekonzern zum Tagesverlierer im MDax.

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          Bei Celanese müssen die Geschäfte im August völlig eingebrochen sein. Dieser Eindruck drängt sich zumindest beim Studium einer Ad-hoc-Mitteilung vom Freitag auf. Offenbar hegen auch die Anleger ähnliche Befürchtungen. Denn für eine Gewinnwarnung wird der Chemiekonzern bis zum Mittag mit einem Minus von 22 Prozent auf 17 Euro abgestraft.

          Noch dramatischer fallen die Kursverluste verglichen mit dem 17. Juli aus. Gemessen am damals markierten Rekordhoch von 27,40 Euro hat der MDax-Wert inzwischen 38 Prozent verloren.

          Vom Gewinn zum Verlust

          Solche Kurseinbußen ergeben sich erfahrungsgemäß nicht zufällig, sondern basieren auf fundamentalen Hintergründen. So auch bei Celanese. Der Chemiekonzern leidet unter der weltweiten Konjunkturschwäche - und zwar offenbar sehr stark und immer spürbarer (siehe Link: „Erneute Gewinnwarnung bei Celanese“). Ende Juli sah sich der Vorstand jedenfalls veranlasst, nur noch sehr vorsichtig auf den weiteren Jahresverlauf zu blicken. Von Verlusten war aber nicht die Rede. Statt der noch vor zwei Monaten versprochenen Steigerung beim Vorjahresgewinn je Aktie von 1,43 Euro um mindestens zehn Prozent wurde lediglich ein Abrutschen beim Gewin je Aktie auf 0,95 Euro eingeräumt.

          Analysten stellten sich laut Angaben von Bloomberg daher auch danach im Schnitt noch immer auf einen Gewinn je Aktie für das Jahr 2001 von 1,15 Euro ein. Dies hat sich mit der Meldung vom Freitag als Luftblase erwiesen. Denn in der neuesten Ad hoc schließt das Unternehmen selbst einen Verlust von bis zu einem Euro je Aktie nicht aus.

          Keine schnelle Trendwende in Sicht

          Verständlich, dass es bei so einer Hiobsbotschaft Kursprügel setzt. Und die Dynamik des Abschwungs lässt vermuten, dass an eine nachhaltige Kurserholung bis auf weiteres nicht zu erwarten ist. Dafür sind die Anleger ganz einfach zu geschockt und die Geschäftsaussichten zu schlecht. Das sieht auch Commerzbank-Analyst Holger Ochs so. Er belässt seine Einschätzung trotz der nun deutlich niedrigeren Kurse bei „Reduzieren“.

          Im übrigen wartet Ochs ebenso wie seine Kollegen gespannt darauf, wie der Vorstand bei einer Telefonkonferenz am Freitagnachmittag um 15.00 Uhr die geschäftliche Eintrübung erklären wird. Denn auch für Ochs stellt sich die Frage, „wieso Celanese nicht schon Ende Juni reinen Tisch gemacht hat.“ Allerdings erscheint fraglich, ob selbst bei dieser Variante die Kursabschläge geringer ausgefallen wären.

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