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Charttechnik : Gefahr für Japan- und Hongkong-Aktien

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Die nächtliche Hongkonger Skyline bietet mehr Glanz als der Aktienmarkt. Bild: dpa

Kursverluste zum Wochenauftakt in Japan und Hongkong. Die nächsten Tage werden zeigen, ob neue Jahrestiefs drohen oder nicht.

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          Zum Wochenauftakt sieht es wieder einmal nicht gut aus an den asiatischen Aktienmärkten. Südkorea und Singapor sind auf ein Zehn- bzw. Elfwochentief gefallen und Taiwan befindet sich sogar schon auf Jahrestief. Auf dem besten Weg dorthin scheinen auch Japan und Hongkong zu sein. Zumindest sind die jeweiligen Indizes nach den erneuten Tagesverlusten davon nicht mehr weit entfernt.

          In Japan ist der Nikkei 225- Index nach einem Tagesverlust von 0,5 Prozent auf unter 12.240 Punkte nur noch knapp 210 Punkte entfernt vom Elfjahrestief bei 11.819,70 Zähler, das am 19. März 2001 markiert wurde. In Hongkong ist man am Montag zur Börsenhalbzeit beim HangSeng-Index vom Jahrestief bei 12.063,71 Zähler mit einem Abstand von knapp 580 Punkten zwar noch etwas weiter entfernt, aber viel fehlt auch hier nicht mehr.

          Neue Jahrestiefs in Reichweite

          Bleibt nur zu hoffen, dass die Notierungen zuvor noch die Kurve kriegen. Denn unter den genannten Niveaus sieht es in beiden Fällen düster aus. Beim HangSeng reicht die Unterstützungszone zwar noch bis 11.500 Punkte. Doch darunter findet sich grob beschrieben echter Halt erst wieder um 10.000 bzw. um 9.000 Zähler. In Japan findet der Nikkei 225 bei 11.150 Yen und natürlich speziell bei 9.780 Yen Unterstützung.

          Ein Abrutschen auf die genannten Niveaus ist zwar nicht automatisch vorprogrammiert. Aber das weltweit schwierige Umfeld für Aktien lässt ein weiteres Absinken der Kurse fast befürchten. Besonders gilt dies im Falle von Japan. Denn bekanntlich ist im Land der aufgehenden Sonne konjunkturell gesehen nach wie vor kaum ein Silberstreif am Horizont zu erkennen. Gleichzeitig sind die Bewertungsverhältnisse aber sehr hoch, was sich an einem für 2001/2002 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Nikkei 225 von noch immer über 30 ablesen lässt.

          Noch keine Zeit für Schnäppchenjagd

          Für Investoren drängt sich derzeit daher ein Investment nicht auf. Vor einem Neueinstieg sollten wie auch bei den meisten übrigen Weltbörsen so auch in Asien auf klare konjunkturelle und charttechnische Signale gewartet werden.

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