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Chartanalyse : Technische Korrekturen gehören zum Hausse-Zyklus

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Bild: dpa

Die internationalen Aktienmärkte befinden sich seit März 2009 in einem technischen Hausse-Zyklus. Die wichtigsten Indizes im Überblick.

          Die wichtigen internationalen Aktienmärkte befinden sich seit März 2009 in einem technischen Hausse-Zyklus. Dieser entsteht, wenn Indizes über mehrere Jahre hinweg auf neue Hausse-Tops oder neue historische Höchstkurse steigen. Der S&P 500 hat innerhalb seines Hausse-Zyklus Anfang Juni 2013 den siebenmonatigen, steilen Aufwärtstrend in eine bisher normale Konsolidierung um 1600 Punkte verlassen. Der Nikkei 225 hat den ungewöhnlich steilen Aufwärtstrend seit November 2012 zuletzt beendet und eine sehr schwankungsintensive technische Korrektur zwischen 12500 und 15500 Punkten etabliert.

          Der Dax, bei dem sich das mittelfristige Aufwärtsmomentum abschwächt, arbeitet weiterhin daran, die seit 13 Jahren bestehende Widerstandszone von 8100 bis 8150 Punkten nachhaltig zu überwinden. Der Euro Stoxx 50, der im Indexvergleich unverändert eine relative Schwäche aufweist, konnte in den vergangenen Wochen den positiven Grundton aus dem ersten Halbjahr 2013 nicht verteidigen und ist in einen Trading-Markt zurückgefallen.

          S&P 500 in der Konsolidierung

          Der S&P 500 startete den technischen Hausse-Zyklus im März 2009 bei 667 Punkten. Dieser Hausse-Zyklus, der aufgrund der Höchstkurse bei 1687 Punkten (Mai 2013) einen Zugewinn von 153 Prozent erbracht hat, wird seit Mitte 2009 von einem zentralen moderaten Hausse-Trend begrenzt. Er liegt aktuell bei rund 1160 Punkten. Nach der technischen Korrektur im dritten Quartal 2011 und den Kursniveaus um 1075 Punkte (September 2011) hat sich innerhalb des Hausse-Zyklus wieder der idealtypische Wechsel aus (Investment-) Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und normalen Konsolidierungen ergeben.

          S&P 500: Siebenmonatiger Aufwärtstrend beendet

          Im November 2012 startete der S&P 500 bei 1343 Punkten einen siebenmonatigen Aufwärtstrend, der den Index über die seit 13 Jahren bestehende gestaffelte Widerstandszone von 1550 bis 1576 Punkten führte. Neue Kaufsignale beförderten den Index bis auf 1687 Punkte (neue Höchstkurse) und in eine mittelfristig deutlich überkaufte Lage.

          Anfang Juni 2013 ist der Index mit einem „Gewinnmitnahmesignal“ aus diesem siebenmonatigen Aufwärtstrend zur Seite herausgelaufen, so dass jetzt eine mittelfristige Konsolidierung mit der Kernhandelsspanne zwischen der Unterstützungszone von 1550 bis 1576 Punkten und der Widerstandszone um 1687 Punkten anstehen sollte. Diese Konsolidierung kann sich durchaus über den gesamten Sommer 2013 hinweg hinziehen. Da Konsolidierungen und technische Korrekturen zum Hausse-Zyklus gehören, bleibt dieser intakt und auch das nächste technische Etappenziel (1680 bis 1700 Punkte) für den S&P 500 unverändert.

          Nikkei: In der Korrekturphase

          Der Nikkei 225 befindet sich seit dem Jahreswechsel 1989/1990 (Start bei 39000 Punkten) in einer Baisse-Bewegung. Seit 1991 hat sich ein übergeordneter Baisse-Trend (bestehend aus den Kurshochs 1991, 1996, 2000 und 2007) ergeben. Dieser Mega-Baisse-Trend liegt zurzeit bei rund 16300 Punkten. Der Nikkei 225 hatte nach dem Kurseinbruch im Herbst 2008 bis auf 7000 Punkte eine moderate technische Verbesserung geliefert, jedoch steckte der Index von Mitte 2010 an bis zum Jahreswechsel 2012/2013 wieder in einem Abwärtskanal fest.

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