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Branchenanalyse : Europäische Softwareaktien vor der Wiederentdeckung?

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Bild: FAZ.NET

Nahezu drei Viertel der kleinen und mittleren IT- und Softwareunternehmen rechnen im Jahr 2007 mit steigenden Umsätzen, so der Branchenverband BITKOM. Auf dieser Basis böten Aktien der Branche gewisse Reize, denken Analysten.

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          Das Jahr 2007 könnte wieder das Jahr der IT- und Softwareunternehmen werden. Nahezu drei Viertel der kleinen und mittleren Hightech-Unternehmen rechnen im Jahr 2007 mit steigenden Umsätzen, so der Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).

          Der Investitionsstau der vergangenen Jahre scheint sich aufgelöst zu haben. Besonders gefragt scheinen Softwareprodukte zu sein. Das ist ein Trend, der sich nach Meinung der Analysten Manuel Hoelzle, Philipp Leipold, Felix Gode vom unabhängigen Researchhaus German Business Concepts (GBC ) auch im Jahr 2007 fortsetzen könnte. So rechnen 85 Prozent der Softwarehäuser für das kommende Jahr 2007 mit höheren Umsätzen.

          Die Softwareunternehmen profitieren derzeit von einer hohen Investitionsbereitschaft ihrer Kunden und die Analysten gehen für den Softwaresektor von einer verbesserten Margenstruktur im kommenden Jahr aus. Aus diesem Grund seien die Titel der Branche attraktiv bewertet, da ein deutlicher Aufschwung bisher noch nicht in den Aktienkursen eskomptiert sei. Aus diesem Grund seien in den kommenden Monaten Kursgewinne wahrscheinlich. Einzelne Unternehmen im Detail:

          Update Software: Mit dem Management von Kundenbeziehungen auf Wachstumskurs

          Die Update Software AG bietet Softwarelösungen für das Customer Relationship Management (CRM) an. Das Unternehmen liefert branchenspezifische Lösungen für Finanzdienstleister, den Konsumbereich, die Medien, die Pharmaindustrie und das verarbeitende Gewerbe. Seit dem Rückkehr in die Gewinnzone im Jahr 2003 konnte Update die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis kontinuierlich steigern.
          Nach neun Monaten 2006 lag das Umsatzplus bei 25 Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Bei den wichtigen Lizenzerlösen konnten hohe Zuwachsraten verzeichnet werden. Das Vorsteuerergebnis (EBT) belief sich auf 1,4 Millionen Euro. Zudem verfügt das Unternehmen noch über hohe steuerliche Verlustvorträge aus der Vergangenheit und kann eine Nettoliquidität von über 8 Millionen Euro vorweisen. Es blickt zuversichtlich auf das letzte Quartal und ins kommende Geschäftsjahr. Bis zum Jahr 2009 sollen die Umsätze auf 50 Millionen Euro bei gleichzeitig hoher Profitabilität ansteigen. Auf dieser Basis sei die Aktie attraktiv, so die Analysten.

          USU Software AG :Durch Übernahme gestärkt ins Jahr 2007

          USU Software bietet Produkte und Beratung rund um das Thema Knowledge Business an. Das Unternehmen konnten in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr die Umsätze um 19,5 Prozent auf 17,5 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei 1,1 Millionen Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 16,2 Millionen Euro.

          Im November 2006 meldete USU nun die Übernahme der LeuTek, dessen Produkte und Kundenbasis sich gut mit dem Portfolio der USU AG ergänzen. LeuTek erzielte im Jahr 2005 Umsätze von über 7 Millionen Euro bei einer operativen Marge von mehr als 15 Prozent. Im Jahr 2007 sei ein Umsatzsprung um 27,5 Prozent auf dann 34,6 Millionen Euro zu erwarten. Der Nettogewinn solle sich auf 3,2 Millionen Euro oder 31 Cent je Aktie belaufen. Die Steuerquote wird auch zukünftig aufgrund der hohen Verlustvorträge niedrig ausfallen. Bie einem fairen Wert von 5,03 Euro biete die Aktie eine interessante Kaufchance.

          Fabasoft: Software für höhere Effizienz in den Verwaltungen

          Fabasoft ist ein führender Hersteller von Standard Software für Electronic Government. Aktuell werden rund 80 Prozent der Umsätze mit Kunden aus dem öffentlichem Sektor erwirtschaftet. Neben den Softwareprodukten wird das Portfolio um damit verbundene Dienstleistungen abgerundet. Fabasoft ist mit Tochtergesellschaften in insgesamt sieben europäischen Ländern vertreten. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wurden in Italien und Rumänien neue Niederlassungen eröffnet. Fabasoft konnte in den zurückliegenden Jahren die Umsatzerlöse beständig steigern.

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