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Börsenstart : Fitbit hüpft in die Höhe

Sportübungen in der Mittagspause: Zum Börsenstart von Fitbit gab’s dieses Bild auf der Wall Street zu sehen. Bild: AFP

Sechs Milliarden Dollar Börsenwert für ein paar Fitnessbänder: Die Aktie von Fitbit macht ihren Besitzern am ersten Handelstag viel Freude.

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          Das vor allem für seine Fitnessarmbänder bekannte amerikanische Elektronikunternehmen Fitbit hat ein gelungenes Börsendebüt hingelegt. Die Fitbit-Aktien starteten am Donnerstag mit 30,40 Dollar in den Handel, ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 20 Dollar. Dieser Eröffnungskurs bewertet das Unternehmen mit mehr als 6,2 Milliarden Dollar. Aus dem Handel gingen die Aktien nur wenig niedriger mit 29,68 Dollar.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Fitbit hatte schon im Vorfeld des Börsengangs den avisierten Emissionspreis mehrmals angehoben. Die ursprüngliche Preisspanne von 14 bis 16 Dollar wurde auf 17 bis 19 Dollar nach oben geschraubt, bis dann der Ausgabepreis sogar auf 20 Dollar angesetzt wurde.

          Fitbit stellt Armbänder her, die diverse Fitness- und Gesundheitsdaten messen. Das Unternehmen bewegt sich auf dem Wachstumsgebiet sogenannter „Wearables“, also am Körper tragbarer elektronischer Produkte. Das Marktforschungsinstitut IDC sagt voraus, dass sich der globale Absatz solcher Geräte in diesem Jahr auf 45,7 Millionen mehr als verdoppeln wird. Bis 2019 wird sogar ein Anstieg auf mehr als 126 Millionen erwartet. Allerdings haben Umfragen auch ergeben, dass Verbraucher an Fitnessgeräten oft bald nach der Anschaffung das Interesse verlieren.

          Die Konkurrenz im „Wearables“-Markt wird zudem härter. Apple hat im April seine Computeruhr Apple Watch herausgebracht, die ebenfalls integrierte Fitnessfunktionen hat. Auch Google ist in dem Markt mit seinem Betriebssystem „Android Wear“ vertreten, das in Geräten verschiedener Hersteller zum Einsatz kommt. Eine weitere Herausforderung für Fitbit sind juristische Auseinandersetzungen. Der Wettbewerber Jawbone hat mehrere Klagen gegen Fitbit eingereicht. Jawbone beschuldigt Fitbit, Mitarbeiter abgeworben zu haben, die dann Geschäftsgeheimnisse gestohlen haben sollen. In einer anderen Klage wirft Jawbone Fitbit Patentverletzungen vor.

          Andererseits hat Fitbit gute Geschäftszahlen: So hat sich der Umsatz des Unternehmens im vergangenen Jahr auf 745 Millionen Dollar fast verdreifacht. Den größten Teil seines Geschäfts macht Fitbit heute noch in den Vereinigten Staaten. Auf Europa entfallen nur rund 8 Prozent des Umsatzes. Fitbit ist profitabel und wies für 2014 einen Nettogewinn von 131,8 Millionen Dollar aus.

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