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Privatplazierung : German Startups kommt doch noch an die Börse

  • Aktualisiert am

Der Brillenversand Mister Spex gehört zu den bekannteren Beteiligungen von German Startups. Bild: Mister Spex

Der Wagniskapital-Finanzierer German Startups hat nach seinem gescheiterten Börsengang nun doch noch den Weg an die Börse gefunden. Das Debüt verläuft eher mäßig.

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          Der Wagniskapital-Finanzierer German Startups, dessen Börsengang im Sommer scheiterte, ist nun auf dem Weg einer Privatplazierung an die Börse gegangen. Der Kurs der im wenig regulierten Börsensegment Entry Standard notierten Aktie liegt bei rund 2,80 Euro. Im Sommer hatte das Unternehmen rund 22 Millionen Aktien in einer Spanne von 2,70 bis 3,60 Euro angeboten.

          Stattdessen verkaufte das Unternehmen nun rund 3,7 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung außerbörslich, angeblich zum Preis von 2,50 Euro, wie der Branchendienst Gründerszene.de berichtet. Laut Unternehmen gehören dazu führende deutsche und angelsächsische Investmentgesellschaften. Die Altaktionäre hätten im Rahmen der Transaktion keine Aktien veräußerten und sich vielmehr verpflichtet, 96 Prozent ihrer Aktien in den kommenden sechs Monaten, Management und Aufsichtsrat in den kommenden zwölf Monaten nicht zu verkaufen.

          German Startups beteiligt sich seit 2012 an jungen Firmen vor allem aus der Internet-Branche. Das Beteiligungsportfolio umfasst 40 Firmen. Zumeist hält das Unternehmen nur kleine Beteiligungen, so auch an den prominentesten Unternehmen wie dem Lieferdienst Delivery Hero oder dem Brillen-Online-Shop Mister Spex. Gerade an diesen beiden ist die Quote mit 0,06 bzw. 0,66 Prozent niedrig.

          Künftig will die Beteiligungsgesellschaft häufiger auch die Mehrheit an solchen Neugründungen erwerben. Hierzu dienen den Angaben zufolge auch die Einnahmen aus der aktuellen Aktienplazierung.

          German Startups Group will einer der führenden Venture-Capital-Anbieter in Deutschland werden. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr einen Gewinn von knapp 1,8 Millionen Euro erzielt. Dieser Gewinn stammte vor allem aus der höheren Bewertung der Beteiligungen und dem Erwerb neuer.

          Der Wert der Germans-Startups-Aktie richtet sich nach dem Wert der Beteiligungen. Aufgrund der recht unterschiedlichen Größenordnungen und der Vielzahl der Beteiligungen, die zumeist kein Publikumsgesellschaften sind und über die wenig bekannt ist, ist es schwierig, sich ein zutreffendes Bild über den Wert des Portfolios zu machen. Daher muss die Aktie als spekulativ gelten.

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