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Börsengänge : Fitbit trotzt der Apple Watch

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Bunte Fitness-Armbänder von Fitbit Bild: dpa

Der Börsengang des Fitness-Spezialisten Fitbit ist ein voller Erfolg - obwohl Apple in den Markt eingestiegen ist. Auch in Deutschland gibt es neue Börsengänge.

          Das Geschäft mit Börsengängen rollt. An der amerikanischen Börse feierte jetzt der Fitness-Spezialist Fitbit seinen erfolgreichen Einstand. Die Aktien wurden für 20 Dollar das Stück bei Investoren plaziert. Diese bezahlten damit mehr als die bereits angehobene Spanne von 17 bis 19 Dollar. Der Handelsstart an der New Yorker Börse wird für Donnerstag erwartet.

          Fitbit wird damit mit gut vier Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Der Erlös des Börsengangs liegt bei 732 Millionen Dollar, Fitbit wird dabei knapp 448 Millionen Dollar einnehmen, gut 240 Millionen Dollar gehen an die Altaktionäre.

          Zuletzt baute Fitbit die Produktpalette mit einem Band mit Herzfrequenz-Sensor sowie einer Sport-Uhr aus. Offenbar schreckt die Anleger auch nicht der Start der Computeruhr Apple Watch, die ebenfalls stark auf Fitness-Funktionen ausgerichtet ist.

          Fitbit arbeitet profitabel. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen den Gewinn gegenüber dem Vorjahr auf 48 Millionen Dollar verfünffachen. Umgesetzt wurden 337 Millionen Dollar. Das unterscheidet diesen Börsengang von dem vieler anderer Technologie-Unternehmen, die in jüngster Zeit an die Börse kamen. Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNBC war im seit 2013 nur etwa jedes fünfte Technologie-Unternehmen, das an die Börse kam, profitabel.

          Berliner Immobiliengesellschaft mit großem Börsengang

          Auch in Deutschland kommt das Emissionsgeschäft in Schwung. Seit Donnerstag bieten das Berliner Immobilienunternehmen Ado Properties und der Online-Schmuckspezialist Elumeo Aktien feil. So groß wie Fitbit fallen die Börsengänge nicht aus: Ado will brutto rund 200 Millionen Euro erlösen. Bis zu 322,5 Millionen Euro sollen an die Alteigentümer gehen. Angeboten werden die Papiere in einer Spanne von 20 bis 25 Euro je Aktie.

          Ado kauft und verwaltete Mehrfamilienhäuser in Berlin und hat damit im ersten Quartal 13,49 Millionen Euro umgesetzt. Durch eine Aufwertung des Immobilienbestandes um 39 Millionen Euro entstand ein Reingewinn von knapp 31 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Ado knapp 28 Millionen Euro umgesetzt und einen Gewinn von 69 Millionen Euro erzielt. Der Börsengang bewertet Ado mit 700 bis 875 Millionen Euro bei einem Nettovermögen von 250 Millionen Euro.

          Ado Properties ist eine Tochterfirma der an der Börse in Tel Aviv notierten israelischen Immobiliengruppe. Mit einem Erlös von rund 520 Millionen Euro bei wäre dies einer der größten Börsengänge in Frankfurt im laufenden Jahr.

          Deutlich kleineres Schmuck-IPO

          Deutlich kleiner ist der Börsengang des Berliner Online-Schmuckherstellers und -händlers Elumeo, dessen Aktien ebenfalls von Donnerstag an zu haben sind. Der deutsch-thailändische Betreiber des Verkaufssenders "Juwelo TV" legte die Preisspanne für seine bis zu 2,54 Millionen Aktien auf 25 bis 33 Euro fest. Die Emission im Prime Standard der Frankfurter Börse hat damit ein Volumen von bis zu 84 Millionen Euro. Der Börsenwert läge damit bei 150 Millionen Euro. Bis zu 49,5 Millionen fließen Elumeo selbst zu. Mit dem Geld will das 2008 gegründete Unternehmen eine größere Fabrik in Thailand bauen, weitere Verkaufssender und Internet-Shops gründen. Elumeo vertreibt Edelsteinschmuck unter den Marken Juwelo, Amayani und Rocks & Co. vor allem in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien.

          Elumeo hat im ersten Quartal bei einem Umsatz von 19,5 Millionen Euro einen Verlust von 658.000 Euro verzeichnet. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 71 Millionen Euro. Dabei wurde ein Gewinn von 2,75 Millionen Euro erzielt. Das Kurs-Gewinn-Verhöltnis auf Basi des Jahres 2014 liegt damit zwischen 60 und 80.

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