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Börsendebut : Aktien von Bastei Lübbe unter Ausgabepreis

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Trotz Top-Autoren wie Dan Brown konnte Bastei Lübbe die Investoren bisher nicht überzeugen. Bild: dpa

Bastei Lübbe hat bei seinem ersten Gang aufs Börsenparkett enttäuscht. Die Aktien des Verlagshauses gingen mit 7,4 Euro unter dem Ausgabepreis in den Handel.

          Das Verlagshaus Bastei Lübbe hat ein schwaches Börsendebüt hingelegt. Die Aktien starteten zu 7,40 Euro in den Handel und damit unter dem Ausgabepreis. Zu 7,50 Euro hatte Bastei Lübbe die Titel schon am unteren Ende der zuvor gesenkten Angebotsspanne verkauft.

          Doch auch dieser Preis war noch nicht niedrig genug, um die gewünschte Anzahl von Aktien am Markt unterzubringen. Statt bis zu 5,3 Millionen Aktien werden jetzt nur 4 Millionen aufs Parkett gebracht. Das erzielte Bruttoplatzierungsvolumen liegt damit bei 30 Millionen Euro, rechnerisch hatte Bastei Lübbe eine fast doppelt so hohe Summe angestrebt. Immerhin fand die vom Verlagshaus geplante Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des Börsengangs im vollen Umfang statt. Bastei Lübbe emittiert 3,3 Millionen Aktien. Die größeren Abstriche mussten die Alteigentümer der Verlegerfamilie Lübbe machen, die über ihre Lübbe Beteiligungs-GmbH jetzt nur 700.000 Aktien abgeben konnten.

          Bastei Lübbe will sich zum Anbieter von Inhalten entwickeln und nicht zu einem Medienkonzern. Wie die bekannten Romanserien von Bastei, deren Rechte und Lizenzen dem Verlag gehören und die daher universell zu vermarkten sind, soll künftig auch die Belletristik funktionieren: Als Hardcover, Taschenbuch, Hörbuch, Multimedia-Buch mit Videos und zugehöriger App oder als Kinofilm. Dazu schreiben schon jetzt hauseigene Autoren Bücher, deren Rechte beim Verlag liegen. Für 3 bis 5 Millionen Euro will der Vorstandsvorsitzende Thomas Schierack zudem eine Spielsparte aufbauen. Diese solle den „360-Grad-Ansatz“ komplettieren. Angedacht ist, aus Inhalten etwa aus dem Jugendbuchbereich, Apps oder Browserspiele zu machen. Hier schließt Schierack auch kleinere Übernahmen nicht aus.

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