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Börse : Dax erobert 5.000 Punkte-Marke souverän zurück

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Bild: FAZ.NET

Souverän setzt sich der Dax über die schwache Vorgabe der Wall Street und die wichtige 5.000 Punkte-Marke hinweg. Doch zum Jubeln ist es noch viel zu früh.

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          Souverän setzt sich der Dax am Donnerstag über die schwache Vorgabe der Wall Street hinweg. Sogar die psychologisch und technisch wichtige 5.000-Punkte-Marke hat er mit einem Sprung zurückerobert. Am Handelsende lag er mit einem Plus von 2,99 Prozent bei 5.133 Punkten. Der Nemax All Share folgte dieser Regung mit 2,52 Prozent Zuwachs auf 1.130 Punkte.

          Damit hat der Index die 5.000 Punkte-Marke im Tagesverlauf behaupten können. Sollte er sie signifikant unterbieten, dann droht laut den technischen Analysten von Staud Research der Bereich von 4.870 Punkten als kurzfristiges Korrekturziel.

          Auftrieb durch Unternehmenszahlen

          Auslöser waren vor allem die Gewinnerwartungen der Computerhersteller Apple und Compaq im laufenden Quartal, die leicht über den Analystenprognosen liegen. Auch neue Spekulationen um die Commerzbank sorgen für Bewegung, nachdem die Münchener Rück ihren 10,4-prozentigen Anteil an dem Institut enthüllt hat (vgl. Link).

          Die Commerzbank-Aktie stieg um 9,54 Prozent auf 18,95 Euro an der Spitze der Dax-Gewinner, gefolgt von MAN mit 7,91 Prozent Zuwachs auf 26,61 Euro. Den Börsianern gefallen die vorläufigen Zahlen MANs zum abgelaufenen Geschäftsjahr (vgl. Link). Die Münchener Rück-Papiere verteuerten sich um 1,82 Prozent auf genau 280 Euro. Auch die T-Aktie befindet sich mit plus 4,47 Prozent auf 17,99 Euro unter den Hauptgewinnern. Hier schlagen die Kundenzuwächse bei T-Mobile positiv zu Buche.

          Bewegung ohne überzeugende Dynamik

          Doch zum Jubeln ist es noch viel zu früh: "Wir befinden uns immer noch in einer übergeordneten Konsolidierungszone", erinnert Uwe Wagner von der Deutschen Bank. Diese Zone sieht er derzeit nach oben mit 5.350 und nach unten mit 4.900 Dax-Punkten begrenzt.

          Dem technischen Analysten bereitet vor allem die "extrem niedrige Bewegungsdynamik" Sorgen, also die geringen Umsätze, die die derzeitigen Kurssprünge begleiten. "Die Bewegungsdynamik entspricht etwa den Umsatztiefs aus dem letzten und vorletzten Jahr", erläutert Wagner. Daher seien die Kursschübe auch nicht besonders stabil, was eher für eine Pendelbewegung der Börse sprechen würde.

          Noch mehr als der Dax liegt eine ganze Reihe von Indizes gerade am unteren Rand ihrer Konsolidierungszone, so der Euro-Stoxx 50, der Dox Jones, Nasdaq und Nasdaq 100 sowie der Hang Seng-Index. "Brechen die Indzes hier durch, wird sich die Dax-Erholung als Strohfeuer erweisen", mahnt der technische Analyst.

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