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Biotechnologie : Krebstherapien werden immer notwendiger

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Analyst Garbe: Krebstherapien werden notwendiger Bild: @unit mit Bildmaterial von comchem.de

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Nur konsequent, dass die Krankheit zunehmend im Brennpunkt der Forschung steht.

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          Jährlich erkranken nach Berichten der World Health Organization (WHO) circa neun Millionen Menschen weltweit an Krebs. Voraussichtlich wird die Zahl der Krebserkrankungen ab 2020 auf jährlich über 20 Millionen Menschen ansteigen. Ursache für diesen dramatischen Anstieg ist die erhöhte Lebenserwartung sowie die Änderung der Lebensgewohnheiten der Menschen, insbesondere in den Industrieländern.

          Nach den Herzerkrankungen nimmt Krebs als Todesursache in den USA den zweiten Platz ein. Die Aufgabe, die den Pharma- und Biotechnologieunternehmen zukommt, um diesen Trend umzukehren, ist immens. Bei vielen Unternehmen nimmt die Krebsforschung inzwischen eine absolute Spitzenstellung ein. 1997 wurden mehr als eine Milliarde Dollar für die Entwicklung von Krebsmedikamenten ausgegeben. 2007 könnten die Umsätze von Krebstherapeutika die Marke von 15 Milliarden Dollar jährlich überschreiten.

          Spitzenreiter in den Umsätzen werden Medikamente gegen Brustkrebs sein, von denen sich allein 28 Produkte in der Phase III oder im Zulassungsverfahren befinden. Weltweit werden jährlich mehr als eine Millionen Frauen mit Brustkrebs diagnostiziert. Je früher diese Erkrankung festgestellt wird, um so höher sind die Heilungschancen. Zuverlässige Diagnostika stellen aber erst den Anfang dar. Auch die adjuvanten und neoadjuvanten Therapien bringen einen erheblichen Fortschritt in der Bekämpfung von Brustkrebs.

          Nach Lungenkrebs ist Brustkrebs die zweit häufigste Todesursache bei Frauen. Bisher bewährte Produkte sind AstraZeneca's Nolvadex und Genentech's Herceptin. Herceptin ist ein monoklonaler Antikörper, der als ein medizinischer Durchbruch bei der Bekämpfung von Brustkrebs bei Frauen gelten kann, die HER-2 positiv diagnostiziert worden sind. Das HER-2 Gen wird mit einem aggressiven Wachstum der Tumorzellen in Verbindung gebracht. Anders als bei der üblichen Chemotherapie zerstört Herceptin nicht die gesunden Zellen. Die Zerstörung der gesunden Zellen ist häufig der Auslöser für unerwünschte Nebenwirkungen während der Chemotherapie.

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