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Beteiligungsunternehmen : Gesco bietet Anlegern solide Reize

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Bild: F.A.Z.

Mit der Übernahme und der Weiterentwicklung von „Perlen des Mittelstands“ fährt das Beteiligungsunternehmen Gesco gut. Während sich die Einzelunternehmen solide entwickelnd, zeigt der Trend der vernünftig bewerteten Aktie nach oben.

          Die einzelnen Betriebe der auf den Mittelstand fokussierten Beteiligungsgesellschaft Gesco entwickeln sich operativ robust. Das lässt sich nicht nur aus den Kursgewinnen der Aktie in den vergangenen Monaten ableiten, sonder auch aus den am Mittwoch vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/11.

          Während die Gescoaktien in den vergangenen Monaten nach einem deutlichen Rückschlag im Jahr 2008 Kursgewinne von bis zu 100 Prozent verbuchen und halten konnten - die Aktien lagen am Dienstag mit 56,85 Euro nur knapp unter dem zum Ende des vergangenen Jahres erreichten Allzeithoch - konnte das Unternehmen den Umsatz der zwölf Monate bis Ende März im Vergleich mit dem Vorjahr um 20,7 Prozent auf 335,2 Millionen Euro steigern und den Jahresüberschuss um knapp 72 Prozent.

          Deutlich steigender Umsätze und erholte Gewinne

          Auf dieser Basis soll die voraussichtlich am 21. Juli auszuschüttende Dividende von 1,3 Euro im vergangenen Jahr auf nun zwei Euro je Aktie angehoben werden. Das führt zu einer Brutto-Dividendenrendite von 3,5 Prozent, während das Kurs-Gewinnverhältnis auf Basis des Nettogewinns von 15,3 Millionen Euro oder von 5,06 Euro je Aktie bei moderaten 11,2 liegt. Im laufenden Geschäftsjahr soll es sogar auf 9,7 fallen, da der Markt mit einer weiteren Gewinnsteigerung auf 5,85 Euro je Aktie rechnet. Das Unternehmen selbst will den Abschluss für das Geschäftsjahr 2010/2011 und den weiteren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr anlässlich der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz am siebten Juni 2011 vorstellen.

          Gesco hat die Strategie, „Perlen des Mittelstands“ oder so genannte „Hidden Champions“ - gut geführte, gut positionierte Unternehmen mit ihren mittelstandstypischen Stärken: Marktnähe, Kundenorientierung, Innovationskraft, hohe Identifikation der Belegschaft und schnelle Entscheidungswege - zu identifizieren, zu kaufen, zu halten und weiterzuentwickeln. Die Beteiligungsgesellschaft erwirbt ausschließlich produzierende Unternehmen des industriellen Mittelstands und konzentriert sich dabei auf die Branchen Werkzeug- und Maschinenbau sowie Kunststoff-Technik.

          Vernünftige Bewertung

          Im Gegensatz zu Private-Equity-Gesellschaften legt die Gesco AG nach eigenen Angaben ihre Investments langfristig an, erwirtschaftet ihre Rendite aus den laufenden Erträgen der Gesellschaften und verfolgt keine auf den späteren Verkauf der Beteiligungen zielende Exit-Strategie. Wachstum generiert die Gruppe sowohl intern, also durch die Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen, als auch extern, also durch die Akquisition von weiteren Tochtergesellschaften.

          Gesco übernimmt grundsätzlich 100 Prozent der Gesellschaftsanteile vom Alteigentümer und setzt dann einen neuen Geschäftsführer ein, der sich nach einer ein- bis zweijährigen Phase der Bewährung mit zumeist 20 Prozent an dem von ihm geleiteten Unternehmen beteiligt. Auf diese Weise würden nicht nur unternehmerisch denkende Manager angesprochen, sondern man erreiche Stabilität in die Unternehmen, die gesamte Gruppe und stelle einen Gleichklang der Interessen sicher. Alle Entscheidungen orientierten sich an einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung.

          Die Resultate der Strategie können sich bisher sehen lassen. Immerhin konnten die Unternehmen in den vergangenen Jahren die Erlöse im Trend steigern und sowohl solide Gewinne erzielen, als auch beachtliche Erträge ausschütten. Auf dieser Basis bieten die Aktien der Gesellschaft bei größeren, zyklischen Kursrückschlägen Anlegern Reize, während der langfristige Kurstrend nach oben zeigt.

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