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Beteiligungsgesellschaften : Aktie von Arques setzt den Aufwärtstrend fort

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Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von Arques Industries in den vergangenen Jahren Bild:

Mit Kursgewinnen reagiert die Aktie von Arques Industries auf die Umsatz- und Ergebniszahlen des ersten Halbjahres. Die Papiere sehen optisch günstig aus, der Trend zeigt nach oben, gewisse Risiken sollten aber beachtet werden.

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          Mit Kursgewinnen von bis zu 6,6 Prozent auf 109 Euro im Tageshoch reagiert die Aktie der Starnberger Beteiligungsgesellschaft Arques Industries auf die vorläufigen Zahlen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2005.

          Das Unternehmen konnte den Konzernumsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 538,9 Prozent auf 106,7 Millionen Euro steigern. Im ersten Halbjahr wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 179,4 Millionen erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 478,7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004.

          Deutlicher Umsatz- und Ergebnissprung

          Das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen betrug im ersten Halbjahr 15,2 Millionen Euro gegenüber 2,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004. Dies entspricht einer Steigerung von 463 Prozent. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen verbesserte sich auf 10,1 Millionen Euro gegenüber 1,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und liegt damit bereits jetzt deutlich über den Ertragszahlen des gesamten Geschäftsjahres 2004.

          Insgesamt konnte im ersten Halbjahr ein Konzernüberschuß von 22,1 Millionen Euro erzielt werden, nach einer Million Euro im Vorjahr. Dieses Konzernergebnis enthält in Höhe von 14,4 Millionen Euro einen Gewinnbeitrag aus dem sogenannten Bargain Purchase aus der Erstkonsolidierung der im zweiten Quartal 2005 erworbenen Beteiligungen. Bargain Purchase nennt man den Kauf über Optionen, bei dem der Wandlungspreis so tief abgesetzt wird, daß die Ausübung sehr wahrscheinlich ist.

          Im zweiten Quartal wurden erstmals die im Geschäftsjahr 2005 akquirierten Beteiligungen des Arques Konzerns konsolidiert, da es im ersten Quartal keine Neuerwerbungen gegeben hatte: Johler Druck GmbH, SKS Stakusit Bautechnik GmbH, Jahnel-Kestermann Getriebewerke GmbH & Co. KG, Golf House Direktversand GmbH und Evotape S.p.A. Auch nach der Entkonsolidierung der zum 30. Juni 2005 verkauften Schierholz Translift-Gruppe überschreitet der annualisierte Konzernjahresumsatz erstmals 400 Millionen Euro. Damit nähert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben zumindest annualisiert der geplanten Umsatzgrenze von 500 Millionen Euro.

          Optisch günstige Bewertung bei anhaltendem Aufwärtstrend

          Die erst am 20. Juni 2005 bekanntgegebene Planung für das Geschäftsjahr 2005 soll in Kürze aufgrund der überplanmäßigen Entwicklung überarbeitet und veröffentlicht werden. Der Vorstand teilt weiter mit, daß mittelfristig die Aufnahme in einen der Auswahlindizes der Deutschen Börse angestrebt wird.

          Mit einem Kurs-Gewin-Verhältnis von 10,75 alleine auf Basis des Überschusses im ersten Halbjahr ist die Aktie zumindest optisch noch sehr günstig. Gleichzeitig zeigt der sprunghafte Trend der Aktie mittelfristig eindeutig nach oben. Insofern dürfte die Aktie grundsätzlich weiteres Kurspotential haben. Allerdings sollte nicht übersehen werden, daß die bisherige Ergebnisentwicklung von zum Teil deutlichen Sondereffekten geprägt war, die sich so nicht wiederholen lassen müssen. Gleichzeitig ist der operative Verlauf der Beteiligungsunternehmen kaum ad-hoc einzuschätzen. Auf dieser Basis dürften Absicherungsstrategien und eine Beschränkung der Positionen in solchen Papieren sicherlich nicht schaden.

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