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Berkshire Hathaway : Warren Buffett verliert gegen die Aktien

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Warren Buffett Bild: REUTERS

Mehr Geld bringen als der Aktienmarkt: Dieses Ziel hat Starinvestor Warren Buffett in den vergangenen Jahren wohl nicht erreicht.

          Erstmals seit 44 Jahren hat Warren Buffett seinen Aktionären wohl weniger Rendite gebracht als eine Investition in den breiten amerikanischen Aktienmarkt.

          Eigentlich ist Buffetts Ziel klar: Der Wert seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway soll über fünf Jahre schneller steigen als der amerikanische Aktien-Leitindex S&P 500. Seit Ende 2008 hat der S&P 500-Index nun einen Ertrag von 128 Prozent erbracht, sofern man Dividenden einrechnet. Der Buchwert der Class A-Aktien von Berkshire, den Buffett als Vergleichsmaßstab ansetzt, ist im gleichen Zeitraum bis zum 30. September 2013 um 80 Prozent auf 126.766 Dollar gestiegen.

          Analystenschätzungen deuten darauf hin, dass Buffett den Abstand in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres nicht verringert hat. Die Großbank Barclays prognostiziert einen Anstieg des Buchwerts der Class A-Aktie auf 131.005 Dollar je Aktie. Das entspricht einer Wertsteigerung von 86% in fünf Jahren. Keefe, Bruyette & Woods schätzt das Plus auf 83%.

          Langfristig ist der Erfolg von Buffett aber einer der größten der Branche. Langjährigen Anlegern hat er ein Vermögen beschert, indem er immer wieder günstige Aktien sucht. Im November erst stieg er beim Ölkonzern Exxon Mobil ein, weil er auf den Erfolg von Schieferöl und -gas durch Fracking setzt.

          Als Buffett die Gesellschaft im Jahr 1965 übernahm, lag der Buchwert lediglich bei 19 Dollar. Auf Jahressicht hochgerechnet hat er bis Ende 2012 eine kumulierte jährliche Wertsteigerung von rund 20 Prozent erreicht. Zum Vergleich: Der S&P 500 Index schaffte im gleichen Zeitraum nur 9,4 Prozent.

          Tom Russo, Partner bei Gardner Russo & Gardner, der in Berkshire-Aktien investiert, bezeichnete den Vergleichsmaßstab als Ausdruck der Aufrichtigkeit des US-Investors: „Er hat ihn nicht gewählt, weil es eine einfache Benchmark wäre.”

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