https://www.faz.net/-gv6-85psk

Vorübergehende Kursgewinne : Bericht über Twitter-Offerte entpuppt sich als Fälschung

  • Aktualisiert am

Falsche Gerüchte über Twitter trieben zwischenzeitlich die Kurse. Bild: AP

Eine gefälschte Meldung über eine 31 Milliarden Dollar schwere Kaufofferte für Twitter hat den Aktienkurs des Unternehmens am Dienstag zwischenzeitlich um über 8 Prozent steigen lassen.

          1 Min.

          Ein Bericht über eine Kaufofferte für den Kurznachrichtendienst Twitter, der sich später als gefälscht herausstellte, hat am Dienstag an den Finanzmärkten für Aufregung gesorgt. Auf einer Internetseite, die zunächst der Agentur Bloomberg zugeschrieben wurde, hieß es, Twitter habe ein Übernahmeangebot im Volumen von 31 Milliarden Dollar erhalten. Das Unternehmen arbeite deshalb bereits mit Banken an einer Strategie. Die Twitter-Aktie sprang daraufhin an der Wall Street kurzzeitig um rund 8 Prozent in die Höhe.

          Kurz darauf berichtete der amerikanische Sender CNBC jedoch, bei dem Bericht handele es sich wahrscheinlich um eine Fälschung. Tatsächlich teilte ein Bloomberg-Sprecher wenige Minuten später mit, der Bericht sei eine Fälschung und stamme nicht von der Agentur. Auch Twitter wies den Bericht zurück. Die Twitter-Aktie gab daraufhin einen Großteil ihres Kurszuwachses wieder ab.

          Die Web-Seite, auf der die ursprüngliche Meldung veröffentlicht worden war, ähnelt dem Internetauftritt Bloombergs und auch die Adresse ist ähnlich. Eine Domain-Suche über Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ergab, dass die Seite erst am 10. Juli registriert wurde. Genutzt wurde ein Anbieter in Panama, der es dem Seitenbesitzer ermöglicht, seine Identität zu verbergen.

          Im April hatte es Übernahmespekulationen gegeben, dass der Internetkonzern Google eine Übernahme von Twitter erwäge. Twitter ist an der Börse aktuell mit rund 23 Milliarden Dollar bewertet.

          Weitere Themen

          Konsumschub aus Corona-Ersparnissen nicht überschätzen

          EZB-Studie : Konsumschub aus Corona-Ersparnissen nicht überschätzen

          Wenn die Bürger jetzt wieder einkaufen und reisen können, dürften sie einen Teil ihrer Ersparnisse aus der Pandemie auf den Kopf hauen. Die EZB warnt aber, diesen Effekt für die Wirtschaft zu hoch einzuschätzen.

          Topmeldungen

          Die Fassade des Bundeskanzleramtes spiegelt sich in der Fassade des Paul-Löbe-Hauses des Bundestages

          Debattenkultur in Deutschland : Dieser Wahlkampf macht dumm

          Wir könnten – und müssten – bis zur Wahl über die Themen der Zukunft reden. Stattdessen gibt es ständig neue Debatten über Nebensächlichkeiten. Schluss damit!
          Was einmal der Friedhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler war, ist nach dem Hochwasser ein einziges Trümmerfeld.

          Katastrophenschutz : Wie wir uns gegen die Fluten schützen können

          Starkregen, Überflutungen, aber auch Hitzewellen: Höchste Zeit, dass sich Städte und Kommunen richtig auf den Klimawandel vorbereiten und die Menschen besser schützen. Wie das gelingen kann? Wissenschaftler haben dafür bereits geeignete Konzepte entwickelt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.