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Kursrutsch : Bayer-Aktie verliert wegen Übernahmeplänen 8 Prozent

  • Aktualisiert am

Die Bayer-Aktionäre stehen der Übernahme von Monsanto skeptisch gegenüber. Bild: AFP

Bayer will den amerikanischen Saatgutkonzern Monsanto teuer zukaufen. Das beunruhigte die Aktionäre. Die Bayer-Aktie zog den Aktienmarkt nach unten.

          Die Aussicht auf einen möglichen Milliardenzukauf ist bei den Aktionären des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer am Donnerstag alles andere als gut angekommen. So wollen die Leverkusener ihr Agrarchemie-Geschäft mit dem Kauf des amerikanischen Unternehmens Monsanto aufpolieren. Das dürfte teuer werden. Die im Dax schwer gewichteten Papiere knickten daraufhin um mehr als 8 Prozent ein. Derart tief standen sie zuletzt im Oktober 2013.

          Neben den Übernahmeplänen von Bayer hat der deutsche Aktienmarkt unter abermaligen Spekulationen über eine baldige Leitzinserhöhung durch die amerikanische Notenbank gelitten.

          Damit büßte das Börsenbarometer Dax 1,5 Prozent auf 9796 Punkte ein. Bereits am Mittwoch hatte die Unsicherheit über die Geldpolitik in den Vereinigten Staaten den hiesigen Aktienmarkt zunächst belastet, bevor der Leitindex doch noch den Sprung ins Plus geschafft hatte.

          In den Vereinigten Staaten ist schon im Juni eine weitere Zinserhöhung durch die Notenbank Fed möglich, wenn sich die Wirtschaft günstig entwickelt. Dies ging aus einem Protokoll zur Sitzung des geldpolitischen Ausschusses hervor. Höhere Zinsen würden Aktien gegenüber Anleihen benachteiligen.

          Derweil meldeten sich zum Ende der Berichtssaison noch einige Unternehmen mit Geschäftszahlen zu Wort. So war der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA dank eines florierenden Laborgeschäfts mit Volldampf ins Jahr gestartet und will 2016 bei Umsatz und Gewinn abermals zulegen. Die Anleger honorierten dies mit einem Plus von knapp 5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern Henkel wuchs derweil im ersten Quartal nur langsam. Die Vorzugsaktien legten dennoch 0,2 Prozent zu.

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